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Proust-Projekt ist geschafft

Landestheater Proust-Projekt ist geschafft

Geschafft: „… einen Platz in der Zeit“ – so die letzten Worte in Marcel Prousts Roman „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ – haben das Hessische Landestheater und 69 Leserinnen und Leser gefunden.

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Die letzten Worte aus dem 
Proust-Roman las Joachim Fleing.

Quelle: Joscha Mengel

Marburg. Esther Weilckel, Joachim von Prittwitz, und Joachim Fleing waren am Montagabend die letzten Leser des Mammutprojekts „Marburg liest Proust“.

„Passend zu unserem Spielzeitmotto ,Aus der Zeit fallen‘ haben wir alle sieben Bände, alle 4195 Seiten von Marcel Prousts 
Roman gelesen“, teilte Dr. Diana König vom Landestheater mit. Gelesen wurde immer montags von 18 bis 20 Uhr im Erwin-Piscator-Haus, jede Vorleserin und jeder Vorleser las am Abend eine Stunde.

Hinzu kam ein Proust-Marathon, um verlorene Zeit aufzuholen. Nie waren die Leser alleine, immer war Publikum vor Ort. Mal weniger – oder wie am Montag –, mal mehr Zuhörer tauchten für eine begrenzte Zeit ein in die Welt dieses zentralen Werks der französischen Literatur des frühen 20. Jahrhunderts. Exakt 155,5 Lesestunden waren es am Ende. „Wir sind alle richtig froh, dass es geklappt hat“, erklärte Diana König im Namen des Teams.

Ihrer Kenntnis nach gibt es in Deutschland ein weiteres Theater, dass sich ebenfalls an dem Mammutroman „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ versucht hat – dieses Theater aber habe dafür fünf Spielzeiten gebraucht.

von Uwe Badouin

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