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Zwei Premieren am Wochenende

Hessisches Landestheater Zwei Premieren am Wochenende

Das Hessische Landestheater arbeitet zwar mit Hochdruck an dem Open-Air-Spektakel „Wir sind Luther“ – vorher aber stehen noch zwei Premieren an: Im Theater am Schwanhof sind „Dog Eat Dog“ und das Kinderstück „Reuber“ zu sehen.

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Gangs, Gewalt und Drogen prägen in „Dog Eat Dog“ das Leben in dem Bielefelder Problemviertel Baumheide.

Quelle: Joscha Mengel

Marburg. Am Freitag hebt sich um 19.30 Uhr auf der Bühne im Theater am Schwanhof der Vorhang für das Theaterlabor des Landestheaters. Im Theaterlabor spielen elf Studierende aus verschiedenen Fachrichtungen. Unter der Leitung der Schauspielerinnen Lisa-Marie Gerl und Victoria Schmidt haben sie seit Anfang Dezember das Stück „Dog Eat Dog“ des in Bielefeld geborenen Theater- und Filmautors Nuran David Calis einstudiert.

Calis entführt die Zuschauer­ in die Welt des Bielefelder Brennpunkts Baumheide. Calis weiß, wovon er schreibt: Er ist dort als Sohn eines armenischen Gießereiarbeiters und einer jüdischen Putzfrau, die aus der Türkei immigriert waren, aufgewachsen und hat dort als Türsteher gearbeitet, während er das Gymnasium besuchte. Im Zentrum des Stückes stehen Serkan und Tom. Sie sind Türsteher im Glashaus, träumen von einem fetten BMW 745i, geilen Bräuten und Geld.

In dieser Welt geht es um Gangs, Drogendeals und Schlägereien. Doch alle träumen davon, Baumheide hinter sich zu lassen. Es spielen: Isabell Büchner, Tabea Eschenbrenner, Jea­nine Hunold, Leonie Jasper, Oliver Mirwaldt, Moritz Nosiadek, Maja Paaschburg, Joan Schaaf, Catharina Scheidt, Pauline Schmitt und Henry Leif Solf.

  • Weitere Vorstellungen sind am Sonntag, 14., und am Mittwoch, 17. Mai.
 

Mit einem „Reuber“ zum Mittelpunkt des Waldes

Am Sonntag hat um 16 Uhr im Theater am Schwanhof das neue Kinderstück „Die Reise­ zum Mittelpunkt des Waldes“ Premiere. Der „Monolog für ­einen Reuber“ von Finn-Ole Heinrich richtet sich an Kinder ab 8 Jahren. Es spielen Stefan Piskorz und Maximilian Heckmann. Regie führt Marc Wortel, der in Marburg bislang „Solange du lügst“, „Aus der Mitte der ­Gesellschaft“ und Gerhard Hauptmanns Klassiker „Der ­Biberpelz“ inszenierte.

In dem Stück des deutschen Jugendliteraturpreisträgers Finn-Ole Heinrich gibt es viel zu lernen für Kinder über den Reuber, der tief im unendlichen Wald wohnt. Keiner weiß, wie er lebt, schon gar nicht wo. Man weiß nur, dass er eines der furchtbarsten Wesen der Welt sein muss, vor dem sogar Bären Angst haben. Doch der mutige Forscher Michael Michalik lässt sich davon nicht abschrecken. Er macht sich auf den Weg tief hinein in den dunklen Wald, um den Reuber zu suchen. Nicht einmal Google kennt den Weg. Dort, in der Mitte des Waldes, ist nur ein dunkler Fleck.

Aber Michael Michalik findet den Reuber, wohnt bei ihm und lernt alles, was man als Reuber können muss. Ein Lagerfeuer­ anzumachen, beispielsweise.­ Oder Kastanien so zu werfen, dass sie wie Gewehrkugeln durch die Luft fliegen. Und womöglich gibt ihm der Reuber sogar noch Tipps: Wie man eine Reuberhöhle stilecht einrichtet, wie sich ein Reuberlachen anhört, wie man Fallen stellt.

Aber wie gesagt: Dafür braucht man Mut, um dem Forscher in den Wald zu folgen. Und im Mittelpunkt des Waldes wartet ein noch größeres Geheimnis.

  • Eine weitere Vorstellung ist am Donnerstag, 18. Mai.

von Uwe Badouin

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