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Kurzfilmfest feiert Geburtstag

Festival Kurzfilmfest feiert Geburtstag

Seit 20 Jahren präsentiert und prämiert das Filmfest „Open Eyes“ die besten Kurzfilme. Vom 18. bis zum 21. Juli wird dieses Mal außerdem groß der Geburtstag des Festivals gefeiert.

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Von links: Julia Stockbauer, Lena Zimmermann, Stefan Grüll und Vanessa Schmidt stellen im Garten des Café Trauma das Filmfest „Open Eyes” vor.Foto: Vera Zimmermann

Marburg. „Das Besondere an ‚Open Eyes‘ ist die familiäre, offene Atmosphäre.” Das sagt die Studentin Vanessa Schmidt, die zusammen mit einigen Kommilitonen in diesem Jahr die Öffentlichkeitsarbeit für das Filmfest übernommen hat. Im Kino, im Garten des Café Trauma, in der Baari-Bar oder im Theater, wo es eine Ausstellung zu 20 Jahren „Open Eyes” geben wird - überall könne man sich treffen und über die Filme reden.

Auch mit den Filmemachern. Die reisen aus ganz Europa - und vielleicht auch von weiter weg - an, um auf dem „FilmemacherInnen-Sofa” mit den Festivalbesuchern ins Gespräch kommen. Und natürlich wollen sie dabei sein, wenn ihr Film am Sonntagabend einen der Preise erhält. Auch hierbei darf das Publikum wieder mitmischen: Per Stimmzettel wählen die Zuschauer ihren Favoriten in den Kategorien Spielfilm, Dokumentarfilm, Experimentalfilm und Animationsfilm.

Auch die Organisationsstruktur des Filmfests zeigt dessen Publikumsnähe: Ausschließlich Ehrenamtliche stellen das ehrgeizige Programm auf die Beine. Unterstützt werden sie dabei von 20 Studierenden eines Projektseminars im Studiengang „Kunst, Musik und Medien”. Sie kümmern sich etwa um Technik oder Catering, betreuen die Filmemacher, sorgen mit ihrer Arbeit für einen reibungslosen Ablauf und sammeln ganz nebenbei praktische Erfahrungen in der Kulturarbeit.

Nah dran am Leben und an seinen eigenen Wurzeln als Marburger Amateur-Film-Festival ist „Open Eyes” auch mit seinem Garagenkino. Das Gerümpel muss für die Dauer des Festivals woanders unterkommen - in der zum kleinen Kinosaal im Stil der 70er-Jahre umgebauten Garage werden die von Besuchern eingereichten Filme gezeigt. Das Spektrum dieser Werke reicht von avantgardistischen Experimenten bis zu abgefilmten Alltagsszenen. Da bekommt der Zuschauer beispielsweise Marburg aus der Sicht eines Skateboarders zu sehen, der sich seinen Weg durch die Stadt bahnt. Oder er erlebt die Höhepunkte einer Bandprobe.

Das Filmprogrammm ist vielfältig: In der skurrilen Welt von „Presence Required” ist ein Pärchen auf der verzweifelten Suche nach einem neuen Hausgeist. Mit fatalen - genauer gesagt letalen - Folgen. Einen ernsteren, aber umso liebevolleren Ton schlägt „Second Wind” an. Der russische Experimentalfilm zeigt eine ebenso faszinierende wie verstörende Zukunftsversion der Erde. Der Animationsfilm „Mee” wiederum bebildert das Thema Identität mit hinreißend komischen Einfällen. Der Gewinner der „Publikums- Sneak” ist ein dokumentarisch anmutender Abgesang auf ein beinahe verlorenes Kulturgut, die Telefonzelle.

Und das ist nur eine kleine Auswahl aus den mehr als 80 Filmen, die das Festival zu bieten hat. Und wenn ein Film mal nicht gefallen sollte? „Kein Problem!”, findet Lena Zimmermann vom Festivalteam. „Nach spätestens 30 Minuten - denn so lange dauern die Beiträge maximal - fängt ja schon der nächste Film an.”

Weitere Höhepunkte des Festivals sind die Feiern zum 20-jährigen Jubiläum. Nach dem Sektempfang zur Festivaleröffnung am Donnerstag kann im Anschluss beim „Donner‘s‘Dance” weitergefeiert werden. Und auch am Samstag können die Besucher bei „g-lectric” zu elektronischen Klängen tanzen.

Von Vera Zimmermann

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