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Uwe Maibaum: „Singen macht glücklich“

Kurhessische Kantorei Marburg Uwe Maibaum: „Singen macht glücklich“

25 Jahre alt wird die Kurhessische Kantorei Marburg in diesem Jahr. Im Reformationsjahr hat sich der große Marburger Chor viel vorgenommen.

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Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum (links) hat ein umfangreiches Programm im Reformationsjahr zusammengestellt.

Quelle: Uwe Badouin

Marburg. In diesem Jahr feiert die Kurhessische Kantorei Marburg (KKM) gleich zwei Jubiläen: 500 Jahre Reformation und ihr eigenes 25-jähriges Bestehen. Im Februar 1992 gründete­ der damalige Landeskirchenmusikdirektor Martin Bartsch die Kurhessische Kantorei Marburg (KKM). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck wollte Marburg als Musikstandort gezielt ausbauen.

Heute ist die KKM der Oratorienchor der Landeskirche, geleitet wird die Kantorei seit 2007 von Martin Bartschs Nachfolger Uwe Maibaum, der auch seinen Dienstsitz von Schlitz nach Marburg verlegt hat. Auch dies ist ein deutliches Signal für den wachsenden Stellenwert Marburgs in der Musiklandschaft der Landeskirche – Maibaum hat die Fachaufsicht über die Kirchenmusik in der gesamten Landeskirche.

Das Reformationsjahr biete in Marburg die Chance, den Ansatz zu erweitern, die Reformation nicht nur an der Person Luthers festzumachen: „Die Reformation war ein gesellschaftlicher Prozess“, sagt Maibaum. Aber Luther habe nicht zuletzt durch seine Bibelübersetzung vom Lateinischen in das Deutsche maßgeblich dazu beigetragen, dass die Bibel verstanden worden sei.

KKM hilft Wohnungslosen

Unter dem Motto „Singen ist menschlich“ haben Maibaum und die etwa 80 Sängerinnen und Sänger des Chores in ihrem Jubiläumsjahr ein abwechslungsreiches Programm mit Musik von Bach bis Bernstein zusammengestellt. Die Kantorei will in fünf Themenkonzerten der Frage nachgehen: Wie klingt heute evangelische Kirche? Auch da wirke die von Martin Luther angestoßene Reformation nach: In evangelischen Kirchen werde in der eigenen Sprache gesungen.

Maibaum, der das Studium der evangelischen Kirchenmusik an der Hochschule für Musik in Köln mit dem A-Examen abgeschlossen hat, wirbt wo er kann für das Singen. „Singen macht glücklich“, sagte er im Gespräch mit der OP. Man sollte mit Kindern damit möglichst früh anfangen.

Konzerte

Sonntag, 5. März , 10 Uhr: Musik im Gottesdienst.
Sonntag, 14. Mai , 17 Uhr: Orgelmesse Es-Dur von Johann Sebastian Bach.
Sonntag, 23. April , 17 Uhr: Bachkantate im Gottesdienst – „Christ lag in Todesbanden“.
Samstag, 23. September , 19.30 Uhr: Psalm-Jonglage im Rahmen des Internationalen Heinrich-Schütz-Festes.
Sonntag, 17. Dezember , 18 Uhr: Lutherische Messen und Kantaten von Johann Sebastian Bach.
Dienstag, 26. Dezember , 17 Uhr: Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium im Gottesdienst, Kantate 3 zum Mitsingen.

Die Kurhessische Kantorei übergab der Wohnungslosenhilfe eine Spende in Höhe von 2033,72 Euro. Das Geld kommt dem geplanten Gesundheitsprojekt „Krank auf der Straße“ der Wohnungsnotfallhilfe zugute, das Besuchern der Tagesaufenthaltsstätte in der Gisselberger Straße eine kostenlose Erst- und Notfallversorgung bietet. Ehrenamtlich tätige Ärztinnen bieten sie derzeit zweimal im Monat an. Geplant ist, das Angebot um eine Pflegekraft zu erweitern, die bis zu zweimal pro Woche vor Ort sein könnte. So könnten kleinere Verbände angelegt und Wundversorgungen durchgeführt werden. Auch erste Einschätzungen zu Weiterbehandlungen sei dann möglich.

Vom 8. bis 10. September finden in Marburg die Landeskirchenmusiktage statt. Bei dem Sing- und Musizierfestival wird unter anderem das neue, um 168 Lieder erweiterte evangelische ­Gesangbuch vorgestellt.

Ebenfalls im September findet in Marburg das Internationale Heinrich-Schütz-Fest statt. Vom 21. bis 24. September wird der Komponist der Reformation, der in Marburg Jura studierte, mit zahlreichen Konzerten geehrt.

von Uwe Badouin

Mitglieder der Kurhessischen Kantorei Marburg übergaben einen Spendenscheck an das Diakonische Werk zugunsten des Projekts „Krank auf der Straße“. Privatfoto
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