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Kunstverein sucht
 einen Geschäftsführer

Stadt will Halbtagsstelle finanzieren Kunstverein sucht
 einen Geschäftsführer

Der Marburger Kunstverein hat auf der Homepage der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) die Stelle eines Geschäftsführers ausgeschrieben. Es handelt sich um eine Halbtagsstelle, die in Anlehnung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst bezahlt werden soll.

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Das Foto zeigt den bei „Marburg b(u)y Night“ bunt illuminierten Kunstverein.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Stelle des neuen Geschäftsführers des Kunstvereins soll voraussichtlich zum 1. März besetzt werden und ist vorerst auf drei Jahre befristet.

Finanziert wird die Stelle von der Stadt Marburg, die dafür den Zuschuss an den Kunstverein um 30.000 Euro erhöht hat, wie Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach auf OP-Anfrage erklärte. 
Der Zuschuss und damit die Stelle hänge aber von der Zustimmung zum Haushalt ab.

Der Kunstvereins-Vorsitzende 
Dr. Gerhard Pätzold sagte, dass er die Stelle eines Geschäftsführers schon 2014 beantragt habe. Seit 1998 ist der heute 82-Jährige Vorsitzender des Kunstvereins. Es ist eine sehr zeitintensive Funktion.

Weinbach verteidigt Kürzungen

Die Stelle sei nötig, „weil ich ein älterer Mensch bin und darauf achten muss, dass der Verein weiter läuft“, erklärte Pätzold. Ihm sei allerdings der Zeitpunkt unangenehm. Die Ausschreibung fällt mitten in die Kürzungsdiskussionen rund um den städtischen Haushalt für das Jahr 2017. Alle Initiativen und Vereine sollen im Schnitt 12 Prozent weniger Geld von der Stadt erhalten – auch der Kunstverein.

Zu den geplanten Kürzungen im Kulturbereich meinte Pätzold: „Das sind vielleicht insgesamt ein paar hunderttausend Euro, und daran soll die Stadt kaputtgehen? Das ist lächerlich. Stattdessen gehen die Zentren und Vereine kaputt, die Kultur anbieten.“

Kulturdezernentin Weinbach verteidigt sowohl die geplanten Kürzungen als auch die Stellenausschreibung. „Bei den Kürzungen geht es um keine Summe, die den Haushalt rettet, aber es sollen alle etwas dazu beitragen, das strukturelle Defizit zu mindern“, meinte sie zu den Kürzungsplänen.

Die Stellenausschreibung sei nötig: „Was Gerhard Pätzold in den vergangenen Jahren geleistet und zeitlich investiert hat, ist enorm. Der Kunstverein ist ein wichtiges kulturelles Angebot in der Stadt, er macht tolle Ausstellungen und wir wollen dieses Angebot sicherstellen.“

von Uwe Badouin

 
 
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