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Kunstoase schließt mit Ausstellung

Netzwerk Richtsberg Kunstoase schließt mit Ausstellung

Im November 2013 war aus der Kneipe „Heikes Oase“ in der Friedrich-Ebert-Straße die „Kunstoase“ geworden. Nach eineinhalb Jahren schließt die Galerie am Richtsberg.

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Einige Beteiligte der Abschlussausstellung: Dr. Ilina Fach (von links), Alex Debelius, Gesine Krukenberg, Helga-Katharina Berndt, Dr. Elke Therre-Staal, Monika Amelung, Norbert Amelung, Walter Zühlke und Shaima Ghafury.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Am 11. Dezember 2013 hatte die erste Vernissage, ein Street-Art-Graffiti-Projekt von Jugendlichen des St.-Martin-Hauses in Kooperation mit dem Marburger Kunstverein, darin stattgefunden.

Nun endet dieses Projekt von „Kultur und Kulturen“ des Vereins Netzwerk Richtsberg nach zwölf Kunst- und Kulturausstellungen. Die Kunstoase, eine ohnehin nicht auf Dauer angelegte Zwischennutzung der leerstehenden Räume, muss weichen, an ihrer Stelle soll ein neues Wohngebäude errichtet werden.

Zum Abschluss wurde jetzt die letzte Vernissage gefeiert, bei der aber auch deutlich wurde, dass damit nicht Schluss sein soll und die Suche nach neuen Orten am Richtsberg, an denen Kunst gezeigt werden kann, begonnen hat. Die letzte gemeinsame Ausstellung trägt den Titel „blickwinkel – von Abschied und Aufbruch“ und vereint Werke von ehemaligen Ausstellenden der Kunstoase. Aquarelle, Collagen, Ölgemälde, Fotografien in ganz unterschiedlichen Stilen, teils in zarten Tönen, teils in kräftigen Farben.

Karin Ackermann-Feulner, Geschäftsführerin der Bürgerinitiative für Soziale Fragen (BSF), hob bei der Eröffnung hervor, dass ganz verschiedene Generationen beteiligt waren, Schüler ebenso wie Einzelkünstler und Gruppen, die zusammen arbeiteten.

2000 Besucher in 18 Monaten

Obwohl es nur zwölf Ausstellungen waren, hätten diese dennoch eine große Bandbreite dessen gezeigt, wie Menschen die Welt wahrnehmen und wiedergeben. Und es fanden nicht nur Ausstellungen statt, sondern beispielsweise nutzte der Kinderhort „Bildungsstätte Richtsberg“ die Räume zum basteln und werken, Seniorengruppen und Gremien kamen ebenfalls dort zusammen.

Und Sven Tost (Gitarre), der zusammen mit Karoline Pilz (Gesang) die musikalische Gestaltung von Vernissage und anschließender Abschiedsfeier übernahm, übte in den Kellerräumen Schlagzeug. Mittlerweile studiert er an der Rock-Pop-Jazz-Akademie in Gießen.

Schätzungsweise 2000 Menschen besuchten oder nutzten die Kunstoase in den vergangenen eineinhalb Jahren. Einige der etablierten Künstler, die sich dort bei den Ausstellungen kennenlernten, überlegten nun, eine Künstlervereinigung zu ­bilden, berichtete Helga Pukall von „Kultur und Kulturen“.

„Es gibt eine gewisse Aufbruchsstimmung, wir wollen weitermachen. Gestern kam die Idee auf, das Pförtnerhäuschen auf dem Vitos-Gelände oder andere leerstehende Räume zu nutzen“, sagte sie. Die Ausstellung „blickwinkel – von Abschied und Aufbruch“ ist bis 24. Juni jeweils Dienstag bis Donnerstag von 16 bis 18 Uhr geöffnet.

von Manfred Schubert

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