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Kunst mit Denkanstößen

Ausstellung im Landratsamt Kunst mit Denkanstößen

Farbenprächtige Gemälde schmücken die Wände des Landratsamts. Ergänzt werden sie durch wundersame Skulpturen, die auf dem Boden des Eingangsbereichs stehen.

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Landrätin Kirsten Fründt (von links), Hans-Heinrich Thielemann, der Kreistagsvorsitzende Detlef Ruffert, Randi Grundke und der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow bei der Eröffnung.

Quelle: Suria Reiche

Marburg. Sechs Ausstellungen werden jedes Jahr im Foyer des Landratsamts gezeigt. Die Galerie, in die sich der Eingangsbereich dabei verwandelt, ist heiß begehrt: Bis zu vier Jahren Wartezeit müssen Künstler hier in Kauf nehmen.

Das gilt nicht für die Preisträger des höchsten Kulturpreises, der vom Landkreis Marburg-Biedenkopf verliehen wird. Randi Grundke und Hans-Heinrich Thielemann wurden nicht nur wegen ihrer künstlerischen Leistung, sondern vor allem wegen ihres Engagements in der Kunstvermittlung ausgezeichnet.

Dass diese auch Menschen erreicht, die sonst keinen direkten Zugang zu ihr hätten, ist den beiden Künstlern wichtig. „Auch hier im Landratsamt wird die Kunst von Menschen gesehen, die sonst nicht in Galerien gehen“, freute sich Landrätin Kirsten Fründt bei der Vernissage. Randi Grundkes Gemälde zeigen vor allem Marburger Frauen und ihre Geschichten.

Skulpturen aus Sandstein erzählen Geschichten

In bunten und schillernden Farben wird malerisch der Werdegang der Berühmtheiten erzählt. Den Betrachter laden sie auf eine Entdeckungsreise ein, bei der nicht nur Offensichtliches zu finden ist, sondern auch „Schutzengel und eigene Energiequellen“, wie Laudator Thomas Gebauer bei der Vernissage erzählte.

Eine Menge zu entdecken gibt es auch in den dreidimensionalen Skulpturen von Hans-Heinrich Thielemann. Vorwiegend aus rot-braunem Sandstein gearbeitet, erzählen sie Geschichten von Religion, Umweltschutz und der eigenen Fantasie. „Wenn dir ein Stein in den Weg gelegt wird, mach etwas Schönes draus“, ist dabei das Motto des Bildhauers.

Doch seine Werke sind nicht einfach nur schön, sie stoßen auch zum Nachdenken an. Mit einem Fisch, dessen Gesicht nur von einer Seite aus zu sehen ist, will Thielemann auf das große Fischsterben aufmerksam machen. Eine weitere Skulptur zeigt eine Mutter, die mit ihren Kindern auf der Flucht ist. Aktueller könnte die Kunst des Kirchhainers nicht sein.

Das Foyer des Landratsamts ist montags bis donnerstags von 7 bis 16 Uhr und freitags bis 14 Uhr geöffnet. Die Gemälde und Skulpturen sind noch bis zum 21. Oktober zu sehen.

von Suria Reiche

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