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Kunst auf weißen Inseln

Bauhaus-Universität Weimar im Kunstverein Kunst auf weißen Inseln

Die Frage blieb bis zur Ausstellungseröffnung offen: Wie viele Werke werden wohl zu sehen sein?

Marburg. Ursprünglich wurden „42 proposals“ (Vorschläge) angekündigt. Die Zahl erhöhte sich auf 46, 74 und schließlich sogar auf 96 Werke für die Ausstellung der anderen Art. Denn die Wände bleiben in den nächsten Wochen im Kunstverein leer. Auf 15 Inseln sind nun 77 Vorschläge in Arrangements zusammengestellt.

„Die Auswahl zu treffen, war schwer“, berichtete Professor Markus Weisbeck von der Bauhaus-Universität Weimar, der zusammen mit den künstlerischen Mitarbeitern Mathias Schmidt und Michael Ott, die Ausstellung kuratiert hat.

Die Bauhaus-Universität hat die komplette Ausstellung auch fotografisch für einen Katalog festgehalten. „Das waren drei spannende Tage“, sagte der Kunstvereinsvorsitzende Dr. Gerhard Pätzold über den Aufbau der Arrangements.

Der Katalog zur Ausstellung wurde genau zum Eröffnungstag fertig. Dieser ist für die Ausstellung sehr wichtig, denn es gibt keine Schilder, die Besuchern die Arrangements erklären. Im Katalog sind die Vorschläge nach dem Leitfaden der Weimarer Studenten aufgeführt. Dazu muss man das Symbol der Insel im Katalog suchen, darunter finden sich die jeweiligen Informationen. Dort findet man auch den „Rissheilenden Mörtel / Beton“ von Andreas Hecker aus der Fakultät Bauingenieurswesen. Schilder würden die objekthaften Inseln stören, erklärt Michael Ott das System des Katalogs. Wie die anderen Gäste aus Weimar stand auch er den Besuchern der Eröffnung für Fragen und Erklärungen zur Verfügung.

Der versprochene „Laborcharakter“ der Ausstellung wurde durch eine Performance von Katrin Steiger unterstrichen. Im „Eminem-Labor“ sortierte sie als „Dr. Steiger“ 20 Kilogramm bunte Schokolinsen. Damit war sie allerdings der einzige Farbklecks, denn den anderen Werken wurde eine ,Farbzensur‘ auferlegt: Schwarz und Weiß sind die Farben der Ausstellung. Erstaunlich ist, wie durch die Anordnung auf den Inseln auch eher praktische Objekte zu Kunst werden können, wie der Beistelltisch aus vier Steckelementen mit passenden Hockern von René Schwolow.

Die Ausstellung ist bis 30. Mai zu sehen; geöffnet Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr, Mittwoch 11 bis 20 Uhr.

von Mareike Bader

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