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Künstlerin „im Bowie-Rausch“

Ausstellung im Rotkehlchen Künstlerin „im Bowie-Rausch“

Das Malen ist für sie Herzenssache: Jetzt verneigt sich Yasemin Skrezka vor dem verstorbenen David Bowie.

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Die Künstlerin Yasemin Skrezka zeigt ihre Hommage an David Bowie im Rotkehlchen.

Quelle: Benjamin Kaiser

Marburg. Nach dem Tod des englischen Musikers verarbeitete die Malerin die Trauer in Form von Malerei. Das Ergebnis ist bis zum 
20. September im „Rotkehlchen“ bei der Ausstellung „Im Bowie-Rausch“ zu sehen.

Es ist fast 40 Jahre her, als die 55-jährige Yasemin Skrezka die Musik David Bowies zum ersten Mal hörte. Sie sei sofort wie gefesselt gewesen, habe die Platten des Engländers fortan „rauf und runter“ gehört. Nach Bowies Tod im Januar dieses Jahres entschloss sie sich, den Schmerz über den Verlust ihres Lieblingskünstlers in Form von Gemälden auszudrücken.

47 Bilder stellt die Künstlerin aus Cölbe, studierte Physiotherapeutin, im Rotkehlchen aus. Davon entstanden 45 nach dem Tod Bowies, und das sei laut Skrezka noch längst nicht alles: „Ich bin mit der künstlerischen Verarbeitung dieses Themas noch längst nicht fertig.“ Sie gibt zu, dass die Malerei für sie selbst Therapie und Trauerbewältigung ist. Die künstlerische Therapie findet meistens in ihrem Gartenschuppen statt, wo Skrezka Bowies Musik beim Malen hört.

Die Gemälde zeigen Bowie, der laut Skrezka ein „absoluter Ästhet“ gewesen ist, in verschiedenen Posen. Dabei sticht der Musiker, der ein Faible für schillernde Outfits hatte, mit oft kühler Mine heraus, weil sich Skrezka im Hintergrund meist greller Farben bedient: „Er hatte für mich immer etwas Unnahbares und Distanziertes.“

Fast alle Gemälde sind mit Acryl oder Öl gemalt. Bei zwei Bildern wandte Skrezka allerdings eine Technik aus dem antiken Ägypten an – Enkaustik. Das Malen mit Bienenwachs erfordert höchste Sorgfalt und Präzision und ist sehr zeitaufwändig. Im Herbst zeigt sie ihre Bowie-Bilder in einer Galerie in Berlin.

von Benjamin Kaiser

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