Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Künstler experimentieren mit Klängen

Marburger Kunstverein Künstler experimentieren mit Klängen

Sechs Ausstellungen präsentiert der Marburger Kunstverein im Jahr 2016. Höhepunkte sind „Kunst in Marburg“ und die „Hörwelten“ zum Jubiläum der Deutschen Blindenstudienanstalt.

Voriger Artikel
OP unterstützt das Hessische Landestheater
Nächster Artikel
Neue Leute, neue Töne, neue Erfahrungen

Das Bild zeigt keine Raumfahrer, sondern Besucher der „Hörwelten“ von Mirja Wellmann, die der Kunstverein im Juli und August zum 100-jährigen Jubiläum der Deutschen Blindenstudienanstalt in Zusammenarbeit mit der Blista und dem Kulturamt präsentiert.

Quelle: Veranstalter

Marburg. Mehr als 630 Mitglieder hat der Marburger Kunstverein inzwischen, der jetzt im 16. Jahr in den neuen Räumen am Gerhard-Jahn-Platz residiert. Die großzügigen Ausstellungsräume haben das Renommee des Vereins enorm gesteigert. „Es hat sich bundesweit herumgesprochen, welch wunderbare Ausstellungsräume wir in Marburg haben“, sagt der Vorsitzende Dr. Gerhard Pätzold.

Die Folge: Jede Woche gehen nach Auskunft Pätzolds vier bis sechs Anfragen von Künstlern, Galeristen und Hochschulen ein. Aus diesen 200 bis 300 Künstlern stellen der Vorstand und der künstlerische Beirat das Programm zusammen. „Wir wollen die Vielfalt der aktuellen Kunst abbilden“, betont der Vorsitzende.

Ausstellung zum Jubiläum der Blista

Der Renner im abgelaufenen Jahr war die Ausstellung „Lichtenberg reloaded“ mit mehr als 2000 Besuchern. In diesem Jahr wird es, davon kann man nach den Erfahrungen der Vergangenheit ausgehen, die Ausstellung „Kunst in Marburg“ (Eröffnung 6. Mai) sein, in der ausschließlich Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus Marburg und der Region zu sehen sein werden. Ausgewählt werden sie von einer fünfköpfigen Jury aus Künstlern. Die Ausstellung endet am 24. Juni mit der „Nacht der Kunst“, die der Kunstverein seit Jahren organisiert.

Der „Booster“ von Nik Nowak wird Teil der Ausstellung „Mosh“ sein. Foto: Veranstalter

Quelle:

Gleich anschließend eröffnet am 1. Juli die nächste große Ausstellung: Mirja Wellmmanns „Hörwelten“ werden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Blindenstudienanstalt und dem Kulturamt der Stadt Marburg zum 100-jährigen Jubiläum der Blista gezeigt. Die Ausstellung will Sehenden, Sehbehinderten und Blinden gleichermaßen besondere Hörerfahrungen vermitteln.

An ein vermutlich jüngeres Publikum richtet sich die Schau „Mosh“ (Start 22. Januar) mit Videokunst des Marburgers Moritz Stumm und seines Berliner Kollegen Nik Nowak. Nowak erkundet in seinen Performances unterschiedliche Klangdimensionen.

Zeichnungen und Bildobjekte zeigt Barbara Ehrmann vom 26. August an, Malerei von Gabi Streile steht ab 21. Oktober im Fokus.

Interesse für Kunstreisen ungebrochen

Der Ausstellungsreigen endet mit der großen Fotoschau „On Stage“(Start 16. Dezember). Gezeigt werden Fotos von Live-Konzerten der Klasse des Marburger Künstlers Clemens Mitscher an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach.
Nach wie vor gut nachgefragt ist die Artothek des Kunstvereins, in der mittlerweile 965 Arbeiten für 2,50 bis 5 Euro ausgeliehen werden können.

Und Renner sind seit Jahren die Kunstreisen des Vereins. Der Iran-Fahrt ist bereits ausgebucht, ab 15. Januar kann die Polenreise gebucht werden. Mitglieder haben dabei Vorrang.

Seit 2001 bietet der Kunstverein in seinen Räumen auch „Experimentelle Musik“ an. Die von Dr. Albert Kaul organisierte Reihe bietet in diesem Jahr fünf Konzerte bei freiem Eintritt.

Vom 14. März bis 6. Mai ist die Ausstellungshalle geschlossen. Im Sommer vergangenen Jahres war Putz von der Wand zum Cineplex herabgefallen (die OP berichtete). Die Wand muss nun saniert werden.

von Uwe Badouin

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr