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Kreis würdigt Einsatz für Kultur und Heimatpflege

Otto-Ubbelohde-Preise 2013 vergeben Kreis würdigt Einsatz für Kultur und Heimatpflege

Brigitte Koischwitz aus Gladenbach-Römershausen, Eckhard Hofmann und Jürgen Homberger aus Ebsdorfergrund sowie der Verein „Dialekt im Hinterland“ mit Sitz in Breidenbach sind die Otto-Ubbelohde-Preisträger des Jahres 2013. Dies teilte die Kreisverwaltung gestern Nachmittag mit.

Marburg. Eine Jury wählte die Preisträger aus 67 Vorschlägen aus. „Das ist enorm viel Arbeit für die Jury, einerseits weil es so viele Bewerbungen sind und andererseits weil es so viele gute Bewerbungen sind“, erläuterte Landrat Robert Fischbach. Er wird die mit jeweils 1000 Euro dotierten Preise Ende Juni im Schloss Biedenkopf überreichen.

Autoren werden geehrt

Brigitte Koischwitz erhält den Otto-Ubbelohde-Preis „in Anerkennung ihres besonderen Engagements für das Leben in unserem Landkreis, mit dem sie sich in Form von Publikationen sowie auf der Bühne auseinandersetzt“. Als Autorin zahlreicher Bücher mit dem Schwerpunkt ländlicher Lebenswelten zeichne sie ein Bild des dörflichen Lebens in unserem Landkreis, das interessante Alltagsgeschichten auf amüsante Art und Weise darstelle, heißt es in der Mitteilung. Darüber hinaus sei sie mit Lesungen und dem populären Ein-Frau-Theater in Hessen und in der ganzen Bundesrepublik unterwegs. Zudem leite sie seit der Gründung vor 15 Jahren das Kunst- und Kulturhaus Alte Schule in Bad Endbach, das sich zu einem kulturellen Mittelpunkt des Kneipp-Heilbades entwickelt habe.

Eckhard Hofmann und Jürgen Homberger sind ein Zwei-Mann-Autorenteam, das im Ebsdorfer Grund aktiv ist. Der Kreis würdigt mit dem Ubbelohde-Preis ihre Arbeiten zur Alltags- und Trachtengeschichte in unserer Region. Die beiden Autoren hätten sowohl für die Hessische Vereinigung für Tanz- und Trachtenpflege (HVT) als auch für den Arbeitskreis Dorfgeschichte Dreihausen außergewöhnliche Publikationen erstellt, die der Jury aufgrund der hohen Qualität besonders preiswürdig erschienen. Dazu zählt etwa die Veröffentlichung „Tagewerk und Abendmahl“, das von der HVT herausgegeben wurde. Das Werk biete „einzigartige Einblicke in das Leben in der Mitte der 50er Jahre im Landkreis und in der Region“. Auch die Veröffentlichung „Sterben und Tod auf dem Lande“, die vom Arbeitskreis Dorfgeschichte Dreihausen herausgegeben wurde, sei von außergewöhnlich hoher Qualität.

Die Mundart retten

Der Verein Dialekt im Hinterland erhält den Ubbelohde-Preis für sein besonderes Engagement für die Erhaltung der heimischen Dialekte und für die Dialektforschung. Zweck des Vereins ist die Förderung, Pflege und der Erhalt der Mundart im Hinterland. Dies soll insbesondere verwirklicht werden durch den Zusammenschluss und die Unterstützung aller in der Mundart im Hinterland tätigen Kräfte, durch die Erforschung der Hinterländer Mundart(en), durch die Dokumentation der Mundart in Wort, Schrift und Bild sowie durch die Förderung der Mundart.

Der Verein setze seine Ziele mit vielen kreativen Ideen um. Eine Innovation sei im Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf der „Plattschwätzkasde“. Seit August 2011 können Besucher auf einem Computer Karten und weitere Informationen über die Verbreitung der Dialekte im Hinterland aufrufen. Dazu sind jeweils gesprochene Dialektbeispiele von CDs zu hören.

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