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Kontakte pflegen und Netzwerke knüpfen

Heimische Verlage auf der Frankfurter Buchmesse Kontakte pflegen und Netzwerke knüpfen

Fünf Tage im Jahr bietet die Frankfurter Buchmesse Verlagen die Chance, sich zu präsentieren und auszutauschen. In diesem Jahr stellen vier heimische Verlage ihre Programme vor.

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Ein Verlagsmitarbeiter stapelt an einem Stand bei der Frankfurter Buchmesse Bücher in alphabetischer Reihenfolge, bevor sie eingeräumt werden.

Quelle: Frank Rumpenhorst

Rund 300 000 Besucher werden zur größten Buchmesse der Welt erwartet, die am Dienstag eröffnet wurde. Die Messe ist Treffpunkt für Autoren, Verlage und Agenten. Für vier Verlage aus Marburg und Umgebung ist sie ein Muss. Eine Arbeitswoche lang wandert für Mitarbeiter von „Schüren“, „Jonas“, „Tectum“ und „Hartmut Becker“ der Arbeitsplatz vom Büro an den Messestand.

Schüren Verlag (Halle 3.1, Stand Nr. G 05-09): Der Fokus des „Schüren Verlags“ liegt auf Film, Medien und Sozialwissenschaft. Zu den zwei Spitzentiteln gehört „Heimat – Eine deutsche Chronik“ von Edgar Reitz. Den Autor und Regisseur kann der Besucher am Sonntag ab 11 Uhr übrigens auf dem Blauen Sofa sehen. Das Interview wird vom ZDF per Live-Stream im Internet übertragen. Im Anschluss, von 12 bis 13 Uhr, besteht die Chance, sich von dem Schriftsteller ein Buch signieren zu lassen.

Der andere Spitzentitel lautet „Es war einmal... Mein erstes Mal Star Wars“ von Michael Scholten. Auch er ist am Stand anzutreffen und zwar am Freitag von 15 bis 16 Uhr.

Die Geschäftsführerin Anette Schüren sieht in der Buchmesse für das vor 31 Jahren gegründete Unternehmen vor allem folgende Möglichkeiten: „Das Schöne an der Buchmesse ist, dass sich ein Netzwerk ergibt: Man knüpft Kontakte mit Autoren, Journalisten und Multiplikatoren.“

Jonas Verlag (Halle 4.1 am Stand J20): Auch der Geschäftsführer Dieter Mayer-Gürr vom „Jonas Verlag“ schließt sich der Meinung an: „Es ist ein Muss für jeden Verlag auf die Buchmesse zu gehen, um sich gegenüber einem Fachpublikum, Kollegen und Autoren zu präsentieren. Im Grunde treffen sich ganz viele aus aller Welt.“ Er gründete 1978 mit zwei anderen Studenten den Verlag mit dem Schwerpunkt Kunst-, Kultur- und Fotografiegeschichte.

Dieses Jahr tritt Mayer-Gürrs Verlag nicht alleine auf. An seiner Seite stehen „VDG Weimar“ und „Bauhaus-Universitätsverlag“. Top-Titel sind in diesem Jahr „Kartographie der Frühen Neuzeit – Weltbilder und Wirkungen“ sowie Thomas Langes „Georg Büchner in Frankreich“.

Hartmut Becker Verlag (Halle 3.1, Stand 88, Gang C): Hartmut Becker vertritt andere Themenschwerpunkte: Lebensfragen zu Glück, Liebe und Sucht. Fünf Neuerscheinungen und sieben Neuauflagen stellt er vor, die Themen sind Lebenshilfe und Lebensfragen.

Dazu zählen unter anderem „Wie wär‘s mit einer Psychotherapie? Erfahrungen und Ratschläge eines Therapeuten“ von Hugo Pauli, oder „An der Grenze zur Einmaligkeit: Eine Mutter erzählt von ihrem Sohn mit Asperger-Autismus“ von Christine Wintermeier, oder auch „Brücken zum Gegenüber: Von der Kraft der Mitmenschlichkeit“ von Regina Hock. Nach 23,5 Jahren Verlagsgeschichte kann der Geschäftsführer sagen, worauf es ihm ankommt: „Besonders wichtig ist es, Feedback von Lesern zu bekommen. Deshalb sind wir auf der Buchmesse präsent.“

Tectum-Verlag (Halle 3.1, Stand G99): Der 1992 gegründete Marburger Wissenschaftsverlag Tectum zeigt zum ersten Mal seit Langem keine Buchveröffentlichungen am Stand. Er tritt gemeinsam mit der Vertriebskooperation „forum independet“ auf. „Personell hat es nicht geklappt“, sagte die Pressesprecherin Ina Benike. „Wir sind in Frankfurt, um über zukünftige Projekte mit Druckereien und Autoren zu sprechen.“

von Jule Seibel

 
Hintergrund
Die Buchmesse ist für Privatbesucher am Samstag von 9 bis 18 Uhr und am Sonntag von 9 bis 17.30 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 18 Euro, ermäßigt 12 Euro. Bis 6 Jahre ist der Eintritt frei. Zudem gibt es noch Familien- und Gruppentickets. Vom Hauptbahnhof zur Messe sind es rund 10 Minuten Fußweg.
 
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