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Komödie über die Wirren der Liebe

Kino: „Traumfrauen“ Komödie über die Wirren der Liebe

„Traumfrau“ ist das Regiedebüt der Stadtallendorferin Anika Decker. Sie hat vorher bereits mit Drehbüchern Furore gemacht. Mehr als 300 Zuschauer sahen den Film in der OP-Vorpremiere.

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Hannah Herzsprung und Elyas M‘Barek sind Teil der Starbesetzung in Anika Deckers Regiedebüt „Traumfrauen“.

Quelle: Warner Bros

Marburg. Als Fernsehmoderatorin hat sich Palina Rojinski schon länger etabliert. Ihre Karriere begann bei den Musiksendern MTV und Viva, seit einiger Zeit ist die 29-Jährige als Jurymitglied der Tanzcasting-Sendung „Got to Dance“ zu sehen. Nun zeigt Rojinski in ihrer ersten Spielfilm-Hauptrolle allen, wo es langgeht. In der Komödie „Traumfrauen“ steht ihr dabei ein Star-Ensemble mit Iris Berben, Karoline Herfurth und Elyas M‘Barek zur Seite. Doch das ist nicht alles: Regie führte Anika Decker, die als Autorin Erfolge mit Werken wie „Keinohrhasen“ und „Zweiohrküken“ feierte.

Alles im Leben muss ein System haben, das ist Viviennes (Rojinski) Philosophie. Das gilt für Kleider – und für Männer. In ihrer Wohngemeinschaft kann man aus einer riesigen Menge an Kleidungsstücken innerhalb von Sekunden das passende Outfit herausziehen, alles eine Frage der Ordnung. Und mit den Männern ist das auch ganz einfach, versucht Vivienne ihren Freundinnen klarzumachen: Einfach einen One-Night-Stand an den anderen reihen, dann bleibt für unglückliche Liebe gar kein Raum. Zur Erläuterung schiebt sie dabei diverse kleine Nagellackfläschchen in knalligen Farben vor sich hin und her, jede davon steht für einen Mann. Alles ganz einfach.

Das One-Night-Stand-Prinzip ausprobieren

Doch so einfach ist bei ihren Freundinnen dann doch nichts: Hannah Herzsprung spielt Leni, die mit ihrem Freund zusammenziehen will und im letzten Moment erfährt, dass der sie mit einer Arbeitskollegin betrügt. Dann ist da noch Hannah, gespielt von Karoline Herfurth, die nach dem Erfolg „Fack ju Göhte“ erneut zeigt, dass sie ein Händchen für Komödien hat. Dieses Mal gibt sie eine Anwältin ohne Selbstbewusstsein, die an Misserfolgen in Liebe und Beruf zu verzweifeln droht. Hannahs und Lenis Mutter Margaux (Iris Berben) wird von ihrem Mann Carl (Friedrich von Thun) für eine Jüngere verlassen und muss sich nach 35 Ehejahren im Single-Dasein zurechtfinden.

Vivienne dagegen hat alles im Griff. Rojinski verkörpert in wild-bunten Outfits und mit leuchtend roten Haaren glaubwürdig den Typ beste Freundin: pragmatisch, schlagfertig und nie um einen Rat verlegen. Aber dann taucht doch ein Mann (Frederick Lau) auf, der ihr Konzept ins Wanken bringt. Leni will unterdessen Viviennes One-Night-Stand-Prinzip ausprobieren und lernt den Schauspieler Joseph (Elyas M‘Barek) kennen.

„Traumfrauen“ ist als rasante Komödie inszeniert, in der in kürzester Zeit unglaublich viel passiert. Wie schon in „Fack ju Göhte“ stehen Karoline Herfurth und Elyas M‘Barek gemeinsam – wenn auch nicht als Filmpaar – vor der Kamera. Auch der „Traumfrauen“-Humor erinnert an den Kassenschlager. Hinzu kommen Gastauftritte wie von Michael „Bully“ Herbig als Baumarktmitarbeiter, Christian Tramitz als älterer Charmeur und Helene Hegemann als unmotivierte Kassiererin.

„Traumfrauen“ ist aber auch eine Hommage an Berlin: Leni betreibt in Kreuzberg ein Café und die drei Freundinnen gehen zum Feiern in den – inzwischen geschlossenen – legendären Club „Cookies“. Natürlich endet die Geschichte für alle nach Umwegen glücklich. So viel Ordnung muss sein, auch im System Komödie.

von Charlotte Gerling

 
OP-Filmtest

„Traumfrauen“ erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-Premiere im Cineplex das Prädikat:
sehenswert
mit der Note 3,24 (Bestnote ist 4,0)

Zuschauermeinungen:
„Genial. Spritzig, witzig! Viel gelacht, tolle Schauspieler.“
 Beatrix Mittmann (47) aus Marburg

„Großartig besetzte Komödie.“
  Claudia Klaus (44) aus Marburg

„Fürs Herz, die Seele und für gute Freundinnen.“
  Sabine Findt aus Marburg

„Voll lustig – ein Traumfrauen-Abend.“
  Marlies Herrmann aus Fronhausen

„Der schlechteste Film mit Elyas M‘Barek, den ich je gesehen habe.“
  Bianca Büttner (38) aus Marburg

„Super Liebesfilm.“
  Cordula Henseling aus Oberrosphe

„Sehr lustig. Genau das Richtige für einen Mädelsabend.“
  Donna Müller (22) aus Marburg

„Ein sehenswerter Film mit Elyas M‘Barek, der mal wieder Frauen zum Schmachten bringt.“
Kathleen Fricke (29) aus Marburg

„Schön. Hätte noch zwei Stunden so weitergehen können.“
  Sonja Weber aus Marburg

„Total süüüüß. Seit langem mal wieder Tränen gelacht.“
  Katharina Krause (64) aus Marburg

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Sonja Stöcker aus Kirchhain, Cordula Henseling aus Oberrosphe, Claudia Kraus, Elisabeth Münch und Simone Gundt aus Marburg. Die Karten werden zugeschickt.

Die OP-Hitparade:
1. Tribute von Panem – Mockingjay  (3,49)
2. Love, Rosie – Für immer vielleicht (3,43)
5. Traumfrauen (3,24)

 
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