Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Körnerkissen und Gleitsichtbrille

Waggonhalle: Martin Guth Körnerkissen und Gleitsichtbrille

Nur rund 60 Zuschauer waren am Freitag in die Waggonhalle gekommen, um Martin Guth zu sehen. Das mag auch daran gelegen haben,­ dass parallel „Marburg b(u)y Night“ lief. So kam nur wenig Stimmung auf in dem halbleeren Raum.

Voriger Artikel
Andreas Steiger weiter, Aus für Artur Molin
Nächster Artikel
Startänzer präsentieren „Nussknacker“

Martin Guth trat in der Waggonhalle auf.

Quelle: Bettina Preussner

Marburg. „Vollgas Leben. Andere Töchter haben auch schöne Mütter“, hieß die neue Show, und damit war der Kabarettist gleich mitten im Thema.

Die Midlife-Krise war einer der Hauptpunkte, die der Künstler sich vorknöpfte. In seinem Alter stelle sich für einen Mann doch die Frage: „Soll ich den Job wechseln oder die Frau?“

Seit er eine Gleitsichtbrille trage, müsse er immer so komisch mit dem Kopf wackeln, damit er etwas sehe. Und das einzige erotische Spielzeug, das er noch mit ins Bett nehme, sei ein warmes Körnerkissen.

Bald aber wurden die Gags ­flacher. Regelrecht ausgebremst wurde die Stimmung als er eine Stelle aus seinem neuen Buch vorlas, in der es darum ging, wie er seine Frau Heike in flagranti­ mit einem anderen Mann erwischte. Nur wenige Zuschauer lachten noch.

Neben Kalauern, die Guths Spezialität sind, gab es auch ein paar ganz lustige Anmerkungen zum Thema Ernährung und ­Familie. „Früher, in meiner Kindheit, war Laktose-Unverträglichkeit unbekannt. Ich hatte nur eine Zimmer-Aufräum-Allergie“, so der Kabarettist weiter. Heute sei ein Kindergeburtstag dagegen ein wahrer Hindernis-Parcour, alle bekommen sofort irgendeinen Ausschlag. Am Schluss gebe es für die „omniallergischen“ Kinder nur noch „linksdrehenden Tofu-Joghurt mit einem Löffel Sesamhonig“.

Mit freundlichem Beifall bedankten sich die Zuschauer bei Martin Guth für die Show.

von Bettina Preussner

 
 
Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr