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Könner an den „Wunderkisten“

Akkordeonale Könner an den „Wunderkisten“

In den vergangenen Jahren hat sich das Akkordeon als echter Publikumsliebling erwiesen: Am Donnerstag, 15. Mai, macht ab 20 Uhr die Akkordeonale, das weltweit einzige tourende Akkordeon-Festival, Station.

Marburg. In fast jedem Kulturkreis sei diese „eigenwillige Wunderkiste“ zu finden und es gebe kaum eine Stilart, in der das Akkordeon sich nicht zu Hause fühle, teilen die Veranstalter mit.

Der Niederländer Servais Haanen hat zum sechsten Mal Musiker aus aller Welt eingeladen, „gemeinsam die kulturelle Vielfalt des Akkordeons zu feiern“. Und das Festival zeigt: Das Akkordeon ist ein Weltbürgers unter den Instrumenten, fernab vom einschlägigen Klischee gemütlicher volkstümelnder Biederkeit. Das Programm verspricht „prallen musikalischen Reichtum“: von traditionell bis zeitgenössisch, folkloristisch, exotisch, jazzig, virtuos und temperamentvoll - ein Füllhorn stilistischer Formen und klanglicher Möglichkeiten.

Dieses Jahr geht die musikalische Reise von Brasilien über Belgien und Serbien in den Iran, wie immer mit Zwischenstopp in den Niederlanden. Gaucho-Musik vom Rodeo-Fest trifft auf atemberaubende serbische Akkordeon-Virtuosität, Musette-Perlen und niederländische Klangästhetik begegnen Jazz aus dem Land der Scheherazade, umrahmt von portugiesischer Fado-Gitarre und Cello.

Und wenn Servais Haanen die musikalischen Fäden zieht und die vielfältigen Klangmöglichkeiten zu einem Ganzen verwebt, lassen Improvisationstalent und Spontaneität aller Musiker das Ensemble wie von selbst zu einer Einheit werden.

Zu hören sind am Donnerstag: Adriana de Los Santos (Brasilien) mit „Gaucho-Feuer aus der Pampa“, Gulam Kerimzade (Iran) mit „Jazz aus tausendundeiner Nacht“, Raquel Gigot (Belgien), der „Stern am Musette-Himmel“, Jordan Djevic (Serbien) mit „Balkan Passion“ und „der Meister feiner Klänge“ Servais Haanen (Niederlande). Begleitet werden die Akkordeonspieler von den portugiesichen Fado-Gitarristen Rafael Fraga und der deutschen Cellistin Johanna Stein.

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