Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° Regen

Navigation:
Kluge Köpfe in Spiellaune

Spielepreis vom Hochbegabten-Netzwerk „MinD“ Kluge Köpfe in Spiellaune

Jochen Tierbach macht keinen Hehl daraus, dass er und die übrigen „Mensaner“, Mitglieder des Vereins „Mensa in Deutschland“ (MinD), gerne mal kurzweilige Partyspiele wie „Tabu“ spielen. Doch hochbegabte Menschen mögen eben auch mal anspruchsvolle Brettspiele.

Voriger Artikel
Psalmen treffen auf Popsongs
Nächster Artikel
Michael Moore geht auf Reisen

Robert Witter und Frank Warneke, die Schöpfer von „Barragoon“.

Quelle: Benjamin Kaiser

Marburg. Laut Tierbach, langjähriger „Mensaner“, sei „Barragoon“ ein solches Spiel. Am Samstag wurde es in den Räumen der Marburger „Spielebrücke“ mit dem jährlichen „MinD-Spielepreis“ für „komplexe Spiele“ gewürdigt.

„Mensa International“ ist ein Dachverband von Vereinen für Menschen mit hohem Intelligenzquotienten, der sich die Erforschung und Förderung der menschlichen Intelligenz auf die Fahne geschrieben hat. –„MinD“ ist der deutsche Zweig.

„Viele Mensaner lieben Gesellschaftsspiele“, verriet Tierbach, der die Preisverleihung moderierte und den Preis an die beiden Schöpfer von „Barragoon“, Frank Warneke und Robert Witter aus München, überreichte. „Das Spiel ist eine Mischung aus Schach und Malefiz“, erklärte Tierbach.

Preisverleihung für „anspruchsvolle Nischen-Spiele“

Warneke fügte hinzu: „Zwei Spieler treten gegeneinander an und müssen versuchen, die Spielfiguren des Kontrahenten matt zu setzen.“ Das Spiel hatte sich bei der Wahl gegen vier weitere 
nominierte Spiele durchgesetzt. Die Jury bestand aus „Mensanern“.

Neben dem Preis für „komplexe Spiele“ wurde auch einer in der Kategorie „kurze Spieldauer“ vergeben. Dieser Preis ging an das Spiel „Splendor“ vom Franzosen Marc André, der an der Verleihung nicht teilnehmen konnte. „Anspruchsvolle Nischen-Spiele werden selten gepriesen. Genau das wollen wir mit unserem Preis tun“, erklärte Tierbach.

Neben Tierbach wohnten zehn weitere „Mensaner“ der Preisverleihung bei. Voraussetzung für die Mitgliedschaft bei 
„Mensa“ ist ein Intelligenzquotient von 130, der bei einem speziell konzipierten IQ-Test auf die Probe gestellt wird. Dennoch seien laut Tierbach Wörter wie „Elite“ Stereotypen. „Wir sind auch nur Menschen“, lachte er.

von Benjamin Kaiser

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr