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Kleingruppen in laut und leise

VfL Marburg Ensemblekonzert Kleingruppen in laut und leise

Mit einem bunten und abwechslungsreichen Programm schlug die VfL-Musikabteilung auch mal ruhigere Töne an und zeigte auch Erfolge in der Musikausbildung.

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Melanie Glauer (kleines Bild, von links) und Frank Winhauer spielten zum ersten Mal mit ihrer Lehrerin Yvonne Wick vor Publikum.

Quelle: Mareike Bader

Marburg. Zum ersten Mal standen Melanie Glauer und Frank Winhauer mit ihren Klarinetten beim Ensemblekonzert vor Publikum. Zur Unterstützung ergänzte ihre Lehrerin Yvonne Wick die beiden zu einem Trio. Zusammen spielten sie etwa stimmungsvoll den Abba-Hit „The Winner Takes It All“, bei dem Melanie Glauer und Frank Winhauer gemeinsam die Melodie übernahmen, während ihre Lehrerin sie mit einer zweiten Stimme begleitete.

„Das Ensemblespiel ist für die persönliche Entwicklung sehr wichtig“, hob Janina Rozmyslowski bei ihrer Moderation hervor. Anders als etwa im sinfonischen Blasorchester des VfL sei bei den Ensembles jede Stimme oft nur ein Mal besetzt. „Es ist kein Nachbar da, der einen auffangen könnte“, erklärte Rozmyslowski, die beim VfL auch als Jugendleiterin engagiert ist.

Am Ende trat sie auch aktiv als Musikerin auf und spielte am Altsaxophon mit einem Saxophon-Quartett drei Lieder, darunter „Save The Best For Last“ von Vanessa Williams nach einem Arrangement von André Cimiotti. Der aus Marburg stammende Saxophonist und Klarinettist spielte bereits in vielen renommierten Ensembles und ist seit 2008 Lead-Saxophonist der Big Band der Bundeswehr.

Gereon Muckelmann trat sowohl mit Sopran- und Altsaxophon bei diesem Quartett als auch mit dem großen Baritonsaxophon mit dem Trio „troisbaris ensemble“ auf. Zusammen mit Marquard Nau-Mallien und Lukas Groß erfüllte er die Matthäuskirche in Ockers-hausen bei der „Air“ von Johann Sebastian Bach mit dieser traumhaften Komposition. Der Kontrast zwischen der leichten Komposition und der starken Klangkraft der Instrumente war faszinierend und gab zusammen mit der besonderen Stimmfärbung der Baritonsaxophone dem Werk eine moderne Note. Beim anschließenden „The Entertainer“ von Scott Joplin ging das Publikum richtig mit. Viele wippten mit, ließen sich anstecken von einigen Mitgliedern des VfL, die an der Seite im Takt mitschnippten, und feierten schließlich die drei Musiker mit begeistertem Applaus.

Zuvor präsentierten Peter Müller, Burkhard Kuhl und Jörg Jüngst aus dem Ensemble „Capriccio“ zusammen mit Michael Regin, Matthias Donges und deren Lehrer Karl Reißig sowie Thomas Eckert an der Orgel die „Sonata da Chiesa“ vom Marburger Organisten und Musikwissenschaftsprofessor Martin Weyer. Dieses Werk hatte Weyer 2006 für Reißigs Studenten in Gießen geschrieben. In vier Sätzen werden hier verschiedene Choräle wie „Ins Wasser fällt ein Stein“ verarbeitet, gleichzeitig werden verschiedene Takt- und Tonarten durchlaufen oder die Stimmführung gewechselt.

Das Bläserquintett „Brassonet“ zeigte in der Besetzung von Posaune, Horn, Tuba und zwei Trompeten wunderbar die unterschiedlichen Klangfarben auf. Bei der „Fuge in g-Moll“ von Johann Sebastian Bach waren nicht alle Instrumente gleich gut zu hören. So erklang die Tuba dank ihres tiefen Klangs sehr kräftig und deutlich, ebenso die hellen Trompeten. Sabine Wick hatte es mit ihrem Horn allerdings etwas schwerer, sich in dem Stimmengeflecht der Fuge hervorzutun. Ebenso waren die beiden Klarinetten-Trios leiser als etwa die Saxophon-Ensembles.

Ganz ohne Ton kamen Bianca Fehl, Yvonne Wick, Elena Wiegand und Lukas Petzold aus, die bei ihrem „Scherzo without instruments“ mit Händen und Füßen einen kraftvollen Rhythmus erzeugten. „Musik geht immer und überall“, so das Fazit von Janina Rozmyslowski.

Die nächsten Konzerte der VfL-Musikabteilung finden am 8. und 9. November mit dem sinfonischen Blasorchester im Fürstensaal statt.

von Mareike Bader

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