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Klassiker wird zur Basis eines multikulturellen Projekts

Theater GegenStand Klassiker wird zur Basis eines multikulturellen Projekts

„Entrasst! oder Othello, das Bleichgesicht von Venedig“, heißt die neue Produktion von Theater GegenStand. Am Donnerstag, 29. Mai, ist um 20 Uhr Uraufführung in der Waggonhalle.

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Julia Messerschmidt, Matt Dressler und Leticia Wahl spielen in „Entrasst!“._Foto: Theater GegenStand

Marburg. Das Stück wurzelt in Shakespeares Klassiker „Othello, der Mohr von Venedig“. Jedoch wurden dessen Hauptfiguren (einschließlich Desdemona) in eine andere, ungewisse Zeit und an einen unbekannten, abstrakt wirkenden Ort versetzt, wo alles passieren kann und die Handlung einen unerwarteten Lauf nimmt. Aber ebenso wie bei Shakespeare sind Eifersucht, Mord, Verrat und Ehrgeiz wichtige Zutaten in „Entrasst!“

Die Produktion ist Ergebnis eines multikulturellen Projekts, an dem mehrere Autorinnen und Autoren unterschiedlicher Nationalität aus Syrien, Spanien und Venezuela beteiligt waren. Es wurde von der Spanierin Nina Karen überarbeitet und von Matt Dressler aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.

Karen ist derzeit im Rahmen des europäischen Freiwilligendienstes seit Juni 2013 für Theater GegenStand tätig und hat für das anspruchsvolle Stück auch Regie geführt. Die Regisseurin habe großen Wert darauf gelegt, die unterschiedlichen Perspektiven, Konzepte und Bedeutungen, die sich aus den verschiedenen Hintergründen der Beteiligten ergeben haben, zu erhalten, teilte Theater GegenStand mit. Dadurch sei die Symbolik von Shakespeares Grundlage wesentlich erweitert und bereichert worden. Thematisiert werden mit den Darstellern Matt Dressler, Hubert Klinger, Julia Messerschmidt, Frauke Oberländer und Leticia Wahl „zeitlos aktuelle Erscheinungen wie sexuelle Gewalt, politischer Extremismus, Rassismus, Diskriminierung und Kriegsgräuel“ - Scheußlichkeiten, die uns nicht neu seien, aber immer wieder viel zu schnell in Vergessenheit gerieten. Live-Musik, Gesang sowie speziell für diese Produktion angefertigte audiovisuelle Sequenzen sollen die Intention des Stückes unterstreichen.

n Premiere ist am Donnerstag, 29. Mai, um 20 Uhr in der Waggonhalle. Weitere Termine sind am 30. und 31. Mai sowie am 1. Juni, jeweils um 20 Uhr.

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