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Kirsten Fründt: „Landkreis sagt Danke“

Otto-Ubbelohde-Preis 2014 Kirsten Fründt: „Landkreis sagt Danke“

Zum 28. Mal wurde am Mittwochabend feierlich der Otto-Ubbelohde-Preis des Landkreises Marburg-Biedenkopf vergeben. Er geht an die Künstler Randi Grundke und Hans-Heinrich Thielemann sowie an das Naturkundehaus Lohra-Damm.

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Landrätin Kirsten Fründt (vordere Reihe, 2. von rechts) und der Kreistagsvorsitzende Detlef Ruffert (vorne links) freuen sich mit den Preisträgern Hans-Heinrich Thielemann (vorne, 2. von links), Randi Grundke und Günter Krantz sowie den weiteren Vertretern des Naturkundehauses Lohra-Damm,Wolfgang Heuser (hinten, von links), Gustav Gessner und Dr. Günter Fries.

Quelle: Uwe Badouin

Biedenkopf. Es ist nicht das Geld, das den Reiz des Otto-Ubbelohde-Preises ausmacht. Jeweils 1000 Euro bekommen die drei Preisträger vom Landkreis. Sondern es ist die ideelle Anerkennung oft jahrelanger ehrenamtlicher Leistungen in den Bereichen Denkmalpflege, Heimatkunst, Heimatgeschichte, Pflege des heimischen Brauchtums oder der Beschäftigung mit dem Werk Otto Ubbelohdes. Dies betonte auch Landrätin Kisten Fründt.

Ausgezeichnet werden Leistungen, die gesellschaftliche Relevanz haben. Dies gilt für bislang alle 31 Vereine und 81 Personen, darunter 26 Frauen, die seit 1987 ausgezeichnet wurden. Und es gilt natürlich auch für die drei Preisträger des Jahres 2014: Randi Grundke, Hans-Heinrich Thielemann sowie das Naturkundehaus Lohra-Damm.

Für Landrätin Kirsten Fründt war es die erste Ubbelohde-Preisverleihung, an der zahlreiche Freunde der Preisträger, viele ehemalige Preisträger und die Großnichte des Namensgebers, Brigitte Ubbelohde-Döring, teilnahmen. Eine Verleihung, die seit 2003 immer im festlichen Rahmen des landkreiseigenen Schlosses Biedenkopf stattfindet. Sie sei beeindruckt von dem vielfältigen Engagement von Bürgerinnen und Bürgern und Vereinen, sagte sie. Sorge, dass der Preis nach so vielen Preisträgern in den vergangenen 28 Jahren irgendwann seinen Stellenwert verlieren oder es gar an potenziellen Preisträgern fehlen könnte, muss sie sich nicht machen: Der Jury lagen in diesem Jahr 59 Vorschläge vor. Die Preisträger im Einzelnen:

Die Marburger Künstlerin Randi Grundke wurde für ihre intensive künstlerische Auseinandersetzung mit der Stadt Marburg und den Märchen der Brüder Grimm ausgezeichnet. Als Kunst-Dozentin ist sie für die Volkshochschule der Stadt Marburg und für die KunstWerkStatt tätig. Darüber hinaus betreut sie bei dem Projekt „Kunstkoffer“ Kinder in sozialen Brennpunkten.

„Wenn man wie ich im Emsland aufgewachsen ist, kommt einem Marburg wie eine Märchenstadt vor“, sagte sie in ihrer Dankesrede. Sie sei sehr dankbar und stolz, dass sie im Namen Ubbelohdes geehrt werde.

Hans-Heinrich Thielemann aus Kirchhain ist und war in vielen Vereinen ehrenamtlich engagiert. Sein Herzensanliegen ist die Vermittlung von Kunst in verschiedene Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Der Bildhauer war einer der Ideengeber für die Entwicklung des Skulpturenpfades in seiner Heimatstadt und gestaltete selbst zwei der 13 Skulpturen. Darüber hinaus setzt er sich unter anderem für die Aktion „Kunst im Park“ in Gladenbach ein. Sein Ziel: Menschen verschiedener Generationen aus Gladenbach und die Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegezentrums der AWO Gladenbach durch künstlerisches Gestalten einander näherzubringen.

Thielemann verwies auf die vielen Menschen und Einrichtungen, die seine Projekte begleiteten und unterstützen. Und der Steinbildhauer hatte für alle Besucher einen Rat: „Legt Dir jemand einen Stein in den Weg, dann mach etwas Schönes daraus.“

Das Naturkundehaus Lohra-Damm steht unter der Leitung des Vereins für Vogel- und Naturschutz Lohra. Eine ständige und verschiedene wechselnde Ausstellungen informieren über einheimische Tiere und Pflanzen. Für Besucher gibt es sachkundige Führungen sowie Exkursionen wie Vogelstimmenwanderungen, botanische und insektenkundliche Exkursionen, Pilzwanderungen, Waldspaziergänge und Spinneninformationen. Alle zwei Jahre organisiert der Verein das „Heidefest“ am Rande des Naturschutzgebietes „Nanzhäuser Heide“. Die gesamte Arbeit, wie der Ausbau des Dachbodens zu Nistgelegenheiten für Schleiereulen und Turmfalken, wird ehrenamtlich geleistet. Der Vorsitzende Günter Krantz sagte, er sei „positiv geschockt“ gewesen, als er die Nachricht von dem Preis erhielt. Ohne die passiven und aktiven Mitglieder sowie die Unterstützung der Gemeinde Lohra wäre die Arbeit nicht möglich, betonte er. Besonders hervor hob er Dr. Günter Fries, den Ehrenvorsitzenden Gustav Gassner und Wolfgang Heuser.

Den Festvortrag hielt Karin Kirchhain. Es war das erste Mal, dass bei der Ubbelohde-Preisverleihung gekonnt ein Märchen erzählt wurde. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der Gruppe „The Ladies Voice“.

von Uwe Badouin

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