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Milla Jovovichs letzter Kampf

Kinostart: „Resident Evil: The Final Chapter“ Milla Jovovichs letzter Kampf

Angst einflößende Un­tote, ein tödliches Virus, ­eine entschlossene Heldin und ein erbitterter Endkampf: Auch im finalen Teil der „Resident Evil“-Reihe bleibt wenig Raum zum Durchatmen. Dafür gibt es Action in 3D pur.

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auf der Leinwand

Alice (Milla Jovovich, von links) zieht mit Christian (William Levy) und Claire Redfield (Ali Larter) in die Schlacht.

Quelle: Constantin

15 Jahre ist es her, dass Milla Jovovich erstmals als Alice kämpfend über die Leinwand jagte. Damals erschien der erste Teil einer immens erfolgreichen und mittlerweile legendären Reihe rund um tödliche biologische Waffen, künstliche Intelligenz, Zombies und andere Monster: „Resident Evil“ ist angelehnt an eine Videospielserie, deren japanischer Ursprung zurückgeht bis ins Jahr 1996. Keine Computerspielreihe hat bisher als Leinwandadaption mehr Geld eingespielt als „Resident Evil“: weltweit über 900 Millionen US-Dollar.

Jetzt kommt ein sechster und wohl letzter Teil in die Kinos, erneut mit Jovovich als kämpfende Amazone. Auch Regisseur Paul W. S. Anderson ist dabei. Der Brite war maßgeblich an allen Kapiteln der Reihe beteiligt, wenn auch nicht immer auf dem Regiestuhl. Ein Teil der „Resident Evil“-Filme wurde vom 2011 verstorbenen Bernd Eichinger mitproduziert.

Horror, Action und Science Fiction

Alice versucht noch immer, der durch ein Virus hervorgerufenen Apokalypse Einhalt zu gebieten. Kaum mehr als 4000 Menschen sind weltweit noch am Leben. Über 7 Milliarden sind den bösen Plänen der Umbrella Corporation schon zum Opfer gefallen. Um das Ende der Menschheit zu verhindern, muss Alice an den Ort zurückkehren, an dem das Unheil im ersten Film von 2002 seinen Anfang nahm: nach Raccoon ­City. Dort tut sie sich mit anderen Rebellen zusammen, während Dr. Isaacs sich mit der Führungsriege der Umbrella Corporation auf eine Art Arche 
Noah für Reiche retten will.

Ein Gutteil der Attraktivität­ dieser Reihe liegt sicher darin begründet, dass sie sich bei mehreren Genres bedient: Da sind die Horrorelemente (Zombies), es gibt Science-Fiction-Zitate, die teils gar an Klassiker wie „Alien“ erinnern; es gibt Kampfszenen und Kostüme wie in den „Matrix“-Filmen. Auch Freunde von Endzeitvisionen à la „Mad Max“ werden bedient.

Pures Überwältigungskino

Vieles im nun startenden fina­len Kapitel wirkt zusammengestückelt. Der sechste Teil der Reihe ist pures Überwältigungskino. Schnelle Schnitte, laute­ Musik, Kampfszenen, die so choreographiert sind, dass man kaum mitkommt, Action fast ohne Unterlass. Und das in 3D. Überwältigungskino also wie man es aus Hollywood kennt. Es handelt sich jedoch bei diesem Film um eine deutsch-australisch-kanadisch-französische Ko-Produktion. Kinobesucher jenseits der 25 dürften angesichts der Rasanz der Inszenierung des Öfteren überfordert sein. Das gilt besonders für den nicht Computerspiel-affinen Teil der Kinofans.

Aber selbst „Resident Evil“ hält mal inne, und sei es für spektakuläre Vogelperspektiven. Immer wieder gibt es Gesamtansichten, die an Schlachtengemälde klassischer Dimension erinnern. Die Idee einer Arche Noah für Reiche ist zudem nicht frei von politischen Konnotationen.

von Matthias von Viereck

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