Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Regisseur lässt es krachen

Kinostart Regisseur lässt es krachen

Eigentlich ist in Hollywood ja der Deutsche Roland Emmerich für die Zerstörung der Welt zuständig. In „The Day After Tomorrow“ werden die USA (und der Rest der nördlichen Hemisphäre) in Windeseile von einer dicken Eisschicht überzogen.

Voriger Artikel
Rico und Oskar sind wieder da
Nächster Artikel
Ein schöner Film für die dunkle Jahreszeit

Die deutsche Schauspielerin Alexandra Maria Lara rettet an der Seite von Gerard Butler die Welt.

Quelle: Warner Bros.

In „2012“ ertrinkt gleich die ganze Welt. Und in „Independence Day“ legen Außerirdische die Metropolen der Welt in Schutt und Asche. Nun kommt „Geostorm“ in die Kinos. Der Film ist nicht von Emmerich, sondern von Dean Devlin. Der aber ist bei Roland Emmerich in die „Lehre“ gegangen.

Devlin hat als Drehbuchautor oder Produzent an den Emmerich-Filmen „Stargate“, „Independence Day“ und „Godzilla“ mitgearbeitet und für sein Regiedebüt dessen Credo übernommen: Lass es krachen. So brechen riesige ­Wasserwände über Wüstenmetropolen herein, Tornados zerstören das indische Mumbay, Menschen am Strand von Rio de Janeiro ­werden schockgefroren. Das ­alles ist technisch imposant ­gemacht, dennoch hat man ­alles schon mal gesehen.

Neu an „Geostorm“ ist die Kombination mit Science-
Fiction-Elementen, die gar nicht so abseitig sind, wenn man an heutige Geoengeneering-
Pläne denkt, mit denen Wissenschaftler den Klimawandel aufhalten wollen: Die Erde umkreist ein Gitter aus tausenden Satelliten, die von einer riesigen Weltraumstation gesteuert werden. Als ein Satellit ausfällt und das System die Erde zu zerstören droht, wird der Erbauer Jake Lawson (Gerard Butler) in den Weltraum geschickt. Gemeinsam mit seinem Bruder Max (Jim Sturgess) und der Wissenschaftlerin Ute Fassbinder (Alexandra Maria Lara) kommt er einem Komplott auf die Spur.

Devlin bringt in dem routinierten Hollywood-Standard-Film noch ein paar Seitenhiebe gegen die aktuelle Klima- und die „America First“-Politik von Präsident Donald Trump unter.

Wer Katastrophenfilme à la „The Day After Tomorrow“ mag, der kann vermutlich auch mit „Geostorm“ gut leben.

von Uwe Badouin

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr