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Ernstes Thema in Komödien verpackt

Kinostart: „Alles unter Kontrolle“ Ernstes Thema in Komödien verpackt

Mit „Monsieur Claude und seine Töchter“ feierte Regisseur Philippe de Chauveron 2014 einen großen Erfolg. Nun legt der Franzose mit einer neuen Komödie nach – 
zu einem ernsten und hochaktuellen Thema.

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Cyril Lecomte (von links), Medi Sadoun und Ary Abittan in einer Szene des Films „Alles unter Kontrolle“.

Quelle: Neue Visionen Filmverleih

Eigentlich klingt der Stoff alles andere als lustig. Im neuen Film von Regisseur Philippe de Chauveron geht es um französische Grenzpolizisten, die Flüchtlinge in deren Heimatland abschieben und sie auf der Reise dorthin begleiten. Chauveron, der ein Faible für kuriose Geschichten hat, macht daraus allerdings eine Komödie. In „Alles unter Kontrolle“ haben die Grenzpolizisten am Ende natürlich rein gar nichts unter Kontrolle.

In der Hauptrolle des ehrgeizigen Polizisten José Fernandez, der bisher jeden Flüchtling ohne Probleme zurückbefördert hat, ist ein alter Bekannter zu sehen: Ary Abittan spielte einen der Schwiegersöhne in Chauverons Erfolgsfilm „Monsieur Claude und seine Töchter“. Auch Medi Sadoun, der nun den renitenten Flüchtling Karzaoui verkörpert, war darin als Schwiegersohn zu sehen.

Polizist wird irrtümlich abgeschoben

Als zu schwer für eine Komödie betrachtet Chauveron den Stoff nicht. „Ich habe bisher nur Komödien gemacht, daher war es klar, dass ich mich dem Thema humoristisch nähere“, sagt er. „Wir alle sind zu einem gewissen Teil Migranten oder wir könnten es werden, denn eines Tages werden es vielleicht wieder die Europäer sein, die nach Afrika fliehen müssen. Darum ging es mir auch in dem Film.“

Das sieht dann so aus: Polizist José Fernandez – selbst Zugezogener in Frankreich – muss ein letztes Mal nach Kabul, um den straffälligen Karzaoui in sein Heimatland abzuschieben. Wenn das klappt, wird er zu einer Spezialeinheit befördert. Es gibt aber ein Problem: Karzaoui war zuletzt mit falscher Identität unterwegs und wird nun irrtümlicherweise abgeschoben.

Als der Flieger nach Kabul auf Malta notlanden muss, wittert er seine Chance und sucht – angekettet an einen Heizkörper – das Weite. Eine chaotische Verfolgungsjagd beginnt. Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre: Parallel dazu versucht Fernandez, seine Frau zurückzugewinnen. Die hat ihn rausgeworfen, weil er bei einem anderen Auftrag einen feucht-fröhlichen Abend mit zwei Stewardessen in einem Hotel verbracht hat. Nur so viel sei verraten: Es folgen Drogenexzesse, eine Liebeserklärung, ein brennendes Boot und ein Aufenthalt in einem Flüchtlingslager. Und am Ende scheint doch wieder alles offen.

  • Der Film läuft in den Filmkunsttheatern am Steinweg.

von Antonia Lange


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