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Zum Schluss hauen alle auf die Pauke

Kinderkonzert des Konzertvereins Zum Schluss hauen alle auf die Pauke

Mit viel Zusammenarbeit und tatkräftiger Unterstützung wurde „Peter und der Wolf“ für kleine und große Musikfreunde zu einem tollen Erlebnis.

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Nach dem Konzert durften die Kinder wieder die verschiedenen Instrumente ausprobieren. Besonders beliebt war die Pauke, an der gleich mehrere Kinder gleichzeitig spielen konnten.

Quelle: Mareike Bader

Marburg. Auch für das diesjährige Kinderkonzert des Konzertvereins setzte die Junge Marburger Philharmonie wieder auf Zusammenarbeit – mit Erfolg. Im ausverkauften Erwin-Piscator-Haus präsentierten die etwa 80 Laienmusiker unter der Leitung von Lukas Rommelspacher Sergejs Prokofjews musikalische Erzählung „Peter und der Wolf“ mit tatkräftiger Unterstützung von mehreren Schulen und der Universität.

So hatten Studierende des Studiengangs „Kunst, Musik und Medien“ innerhalb eines Berufspraxis-Seminars die Organisation des Konzertes übernommen. Schüler der 
Otto-Ubbelohde-Schule in Goßfelden stellten mit einem fiktiven Interview Sergej Prokofjew vor und berichteten dabei, dass der Komponist das Märchen als Kind von seiner Mutter vorgelesen bekam. Prokofjew hatte­ ­
für sein Werk, eine Auftragskomposition des Moskauer Kindertheaters, den Text selbst verfasst.

Durch das Konzert führte wie in den vergangenen Jahren ­
Sara Dallmann, Trompeterin bei der JMP, durch das Programm. Nachdem die Diplompädagogin mit dem Publikum verschiedene Tierarten nachgeahmt hatte, stellten die Musiker der JMP die einzelnen ­Motive und Instrumente zu den Hauptfiguren von „Peter und der Wolf“ vor. Das kannten natürlich fast alle, denn das 1936 uraufgeführte Werk, begeistert bis heute Kinder auf der ganzen Welt. Auf die Frage „Wer spielt mit?“ riefen die Kinder schnell und laut „Ente“, „Wolf“, „Katze“ oder „Peter“.

Dirigieren wie ein Profi

Natürlich durften wieder zwei Kinder vor dem großen Orchester auf das Dirigentenpult steigen und unter Anleitung von ­Lukas Rommelspacher den Taktstock schwingen. „Ich kann das aber nicht“, zögerte Nick zuerst noch, um danach aber fast wie ein Profi schwungvoll auszuholen. Und auch die kleine Amina bewies großen Mut.

Ganz traditionell durften nach dem Konzert die Kinder die verschiedenen Instrumente ausprobieren. Von der kleinen Geige, über die Klarinette, 
dem großen Kontrabass bis zur lauten Pauke zog das Angebot wieder viele junge Musikbegeisterte an.

Aber auch während des Konzertes mischten Kinder dieses Mal ordentlich mit. Schüler der Klasse 4/1 der Astrid-Lindgren-Schule hatten Bilder zu den Szenen der musikalischen Märchenreise gemalt, die als Bildpräsentation auf einer großen Leinwand zu sehen waren.

Dazu boten die Kinder der Freien Schule Marburg eine szenische Darstellung. So konnte­ das Publikum direkt der Geschichte des mutigen Jungen Peter folgen, der das Gartentor offen stehen lässt. Die Ente watschelt hindurch zum kleinen Teich und gerät in Streit mit dem Vogel, der aber aus Angst vor der Katze auf einen Baum flüchtet.

Beim Schauspiel der Freien Schule wurden der Vogel und die Katze von jeweils zwei Schülern gespielt. Tatsächlich kommt am Ende wie befürchtet der Wolf und das Abenteuer beginnt. Im Foyer waren außerdem Bilder zu „Peter und der Wolf“ von der dritten Klasse der Otto-Ubbelohde-Schule in Goßfelden als Ausstellung zu sehen. Es sei ein besonderes Projekt mit vielen Beteiligten, unterstrich Moderatorin Sara Dallmann die vielfältige Kooperation.

von Mareike Bader

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