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Kinder und Jugendliche prämieren Filme

Final Cut-Festival Kinder und Jugendliche prämieren Filme

Klappe, die achte: Am Montag startete das achte Kinder- und Jugendfilmfestival „Final Cut“ in Marburg. Das Besondere: Kinder und Jugendliche sind nicht nur das Zielpublikum, sondern stellen auch die Jury.

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Die jungen Jurorinnen und Juroren sitzen schon mal Probe: Im Cineplex sehen sie diese Woche sechs Kinder- und sechs Jugendfilme.

Marburg. 16 Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 18 Jahren haben in den nächsten Tagen jede Menge zu tun: Sie müssen entscheiden, welcher Film als Sieger von „Final Cut“ gekürt wird.

Es gibt zwei Kategorien: einmal den Kinderfilm, der die ganz kleinen Zuschauer ansprechen soll und den Jugendfilm für die Kinofans ab 14 Jahren. In zwei Gruppen sehen sich die Juroren jeweils sechs Filme an. Und das ist nicht nur Vergnügen, sondern auch richtige Arbeit, wie Jona Hartmann bestätigt. Der 16-Jährige war schon im letzten Jahr bei „Final Cut“ dabei und hatte so viel Spaß, dass er sich erneut um einen Platz beworben hat.

Mit ihm zusammen sind sechs weitere Jugendliche in der Jury der Älteren, die Kinderjury setzt sich aus neun Teilnehmern zusammen. Am Montagabend stellten sich alle gemeinsam im Cineplex bei der Eröffnung des Filmfestivals vor. Die Teilnehmer und die Zuschauer bekamen dann Trailer der Filme zu sehen und konnten sich erst einmal stärken.

Außerdem hatte es für die Jurymitglieder eine Einführung gegeben. Denn ob ein Film gut ist und warum, das will erst einmal gelernt sein. Worauf man achten muss in puncto Drehbuch, Filmmusik, Schauspielkunst und so weiter, das alles erarbeiten sich die Teilnehmer gemeinsam mit ihren Betreuern.

Es gehe darum, Sehgewohnheiten zu verändern, sagt Friederike Könitz vom Jugendbildungswerk der Stadt Marburg. „Final Cut“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Marburger Cineplex und dem Jugendbildungswerk sowie dem Fachdienst Kultur der Stadt Marburg. „‘Final Cut‘ ist eine große Bereicherung für das Kinder- und Jugendkulturleben der Stadt geworden“, erklärte Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach bei der Eröffnung.

Dass Kinder und Jugendliche selbst über die Prämierung der Filme entscheiden, ist nicht die einzige Besonderheit des Festivals. Der Schwerpunkt liegt nämlich zusätzlich noch auf Filmen, die nicht unbedingt zum „Mainstream“ gerechnet werden, sondern auf Produktionen, die sonst eher „versteckt“ im Kino laufen. Dabei finden vor allem Filme aus Europa Berücksichtigung im Programm von „Final Cut“.

Alle Filmvorstellungen sind öffentlich. Und fast alle Filme können die Zuschauer zum Sondereintrittspreis von 2,50 Euro sehen. Am Sonntag findet dann die große Preisverleihung statt und im Anschluss zeigt das Cineplex „Das kleine Gespenst“ als exklusive Vorpremiere, mehrere Wochen vor dem deutschen Bundesstart.

Informationen zu „Final Cut“ findet man auf der Homepage www.filmfestival-marburg.de.

von Nadja Schwarzwäller

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