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Kinder haben Spaß mit unterhaltsamem Märchen

Theater Gegenstand: „Schneewittchen“ Kinder haben Spaß mit unterhaltsamem Märchen

Nicht nur die jungen Gäste hatten in der ausverkauften Waggonhalle ihren Spaß mit dem Grimm‘schen Märchen „Schneewittchen“ (Regina Guiwan) des Theaters ­
Gegenstand.

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Sabine Kröning (links) überzeugt als böse Stiefmutter, Regina Guiwan bezaubert als Schneewittchen.

Quelle: Sahin

Marburg. Wie in der klassischen Version haben auch in der Bühnenfassung von Magdalena Kaim die bekannten Protagonisten ­ihren Auftritt, jedoch wird die ­Geschichte hier und da etwas humoristisch aufgepeppt.

Sehr sympathisch ist, dass in nahezu jeder Szene die Kinder im ­Publikum mit eingebunden werden, was große Freude und Engagement der Jüngsten hervorruft. Vor allem wenn es um Lösungsfindungen geht, arbeiten die Kinder fleißig mit.

Die Märchen-Adaption von Theater Gegenstand kommt mit einem puristischen Bühnenbild und wenig Requisiten aus. Mit wenigen Mitteln, wie zum Beispiel dem Einsatz von Licht und Musik, gelingen Regisseurin ­
Inga Berlin Effekte, die den Kindern zwar Bilder an die Hand geben, jedoch auch ausreichend Raum für die eigene Fantasie lassen.

Andreas Bruno Müller spielte mehrere Rollen

So werden mit musikalisch düsteren Elementen die imposanten und leidenschaftlichen Auftritte der bösen Königin ­(Sabine Kröning) eingeläutet, deren Temperament die Kinder stets amüsiert.

Auch die sieben Zwerge beeindrucken auf besondere Weise, wie der einzige kauzige „Riesenzwerg“ namens Vier beweist, der seine Kumpane Eins, Zwei, Drei, Fünf, Sechs und Sieben in seinem Kopf beherbergt und durch Variationen in Stimme und Gesten gleichzeitig spielt. Dabei fällt Joachim Becker kein einziges Mal aus der Rolle.

Auch ein verwirrter Professor (Andreas Bruno Müller in mehreren Rollen) erscheint in seinem von Nebel umwobenen Labor. Verzweifelt versucht er, im Auftrag der Königin ein funktionierendes Gift zu entwickeln. Nach dem Auftrag wechselt er prompt seine Stelle: Im englischen Königshaus verspricht er sich etwas weniger Aufregung.

Nicht nur Müllers überaus ­gelungener Auftritt ruft immer wieder Gelächter hervor – alle Schauspieler spielen sich rasch in die Kinderherzen. Mit raffinierten Lösungen gelingt es dem Team auch, den Mangel an Schauspielern zu einem regelrechten Stilmittel zu machen, was einmal mehr die Kreativität des Theaters Gegenstand ­beweist.

Auch wenn das Ende des Stückes nicht ganz eindeutig ist, haben die Zuschauer großen Spaß mit „Schneewittchen“. Nachdem der Vorhang bei der Premiere gefallen ist, werden die vier Schauspieler von vielen Kindern geradezu bestürmt.

  • Weitere Vorstellungen sind am Sonntag, 27. November, um 15 Uhr sowie am 4. und 11. ­Dezember um 13 Uhr und um 15 Uhr in der Waggonhalle.

von Nigar Ghasimi

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