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Kelly-Fans sind aus dem Häuschen

Patricia Kelly in der Waggonhalle Kelly-Fans sind aus dem Häuschen

Patricia Kelly, Teil der 
legendären Kelly Family, 
begeistert auch solistisch. Das bewies sie in der ausverkauften Waggonhalle.

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Tolle Show: Patricia Kelly holt ihren Fan Stefan auf die Bühne und singt mit ihm gemeinsam.

Quelle: Suria Reiche

Marburg. Es war das Jahr 1994, als die damals neunköpfige 
Kelly Family mit dem Song „An Angel“ die deutschen Charts stürmte und dort ein ganzes Jahr lang verweilte. Damals gab es wohl keinen Jugendlichen, der die von Paddy Kelly komponierten Zeilen nicht mitsingen konnte.

Wer hätte gedacht, dass es am Montag, gut 20 Jahre später, noch genauso ist. Da bildete genau dieser Song nämlich den Abschluss eines beeindruckenden Konzerts des drittältesten Mitglieds der Kelly Family: Patricia. Beeindruckend nicht nur wegen der intimen Atmosphäre, die während des Konzerts in der Waggonhalle herrschte und die im Übrigen auch die Sängerin selbst faszinierte: „Ich liebe diese Mischung aus alt und neu!“

Fans können Hits ins Programm wählen

Der Auftritt der 45-Jährigen war auch deswegen ein besonderer, weil sie ihre Fans im Vorhinein via Facebook selbst abstimmen ließ, welche Songs sie hören wollen. „Favorites-Tour“, nannte die irisch-amerikanische Sängerin und Songwriterin das Ganze dann und war im Nachhinein selbst begeistert davon: „Dadurch, dass das Konzert sozusagen Teamwork war, herrschte eine andere Atmosphäre als sonst.“

Und zwar eine so gute, dass eingefleischte Fans am Ende sagten, es sei das schönste Konzert der Sängerin, das sie bisher gesehen haben. Vor allem, dass durch das Abstimmungsverfahren eine Reihe Kelly-Hits im Programm gelandet ist, kam an: „,An Angel‘ ist einer der schönsten Songs der Kellys!“, findet Manuela Schmitt, die mit ihrem Mann für das Konzert extra aus Fulda angereist ist.

Aber auch Songs wie ,First Time‘ könne man immer wieder hören. „Eigentlich gibt es so viele schöne Lieder, dass ich gar nicht sagen kann, welches ich am liebsten mag.“ Und auch Marcel Miss aus Stadtallendorf fand: „Die Hits der Kellys sind Meilensteine in der Musikgeschichte!“

Ein Publikumswunsch zum Auftakt

Und was hält Patricia selbst davon, dass so viele alte Lieder im Programm gelandet sind? „Ich habe mich gefreut, dass für einige Lieder abgestimmt wurde, die ich jahrelang nicht mehr gesungen habe.“ Die alten Kelly-Songs singe sie natürlich immer noch gern: „Ich freue mich, wenn ich sehe, dass die Menschen sich freuen. Freude zu machen, ist etwas Schönes. Es gibt genug Elend auf der Welt.“

Freude machte sie definitiv. Schon von der ersten Sekunde auf der Bühne an verzauberte die 45-Jährige ihr Publikum mit ihrer klaren, kraftvollen und dann auch wieder zarten Stimme. „Like a Queen“ hieß der erste Song, den Patricia Kelly auf Wunsch des Publikums spielte.

Neben eigenen Songs, zu denen auch „Always the Same“ oder „Fields of Athenry“ zählen, schafften es auch einige Traditionals ins Programm: Aber auch die Volkslieder aus Spanien, wo Patricia geboren wurde, oder aus Irland, wo ihre Wurzeln liegen, klangen am Montagabend in der Waggonhalle so, als hätte sie nie jemand anderes gesungen als Patricia Kelly.

„Es ist so toll zu sehen, wenn Menschen mitsingen!“

Gemeinsam mit ihrem Pianisten René Krömer lieferte sie dem Publikum eine gut zweieinhalbstündige Show, die sie so kurzweilig gestaltete, wie es nur möglich war: Mal komponierte 
sie spontan aus vom Publikum zugerufenen Wörtern einen Song, mal ließ sie sich eine Clownsnase aufsetzen und zelebrierte so das Ende ihrer Favorites-Tour für dieses Jahr.

Und mal holte sie spontan einen der Zuhörer auf die Bühne und legte mit ihm einen phänomenalen, weil improvisierten Auftritt hin. Stefan, so der Name des Mannes, der schon die ganze Zeit aufgrund seiner kraftvollen Stimme aufgefallen war. „Es ist so toll zu sehen, wenn Menschen mitsingen!“, freute sich die Sängerin.

Also ein würdiger Abschluss der Favorites-Tour für dieses Jahr? „Absolut! Die Waggonhalle ist eine sehr schöne mit toller Akustik, und auch das Publikum ist zum Ende hin richtig explodiert. Das war super!“

von Suria Reiche

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