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Keine Zeit zum Durchatmen

Flugzeugthriller "Non Stop" Keine Zeit zum Durchatmen

Alle 20 Minuten wird ein Passagier sterben: Gegen diese extreme Morddrohung muss Liam Neeson als Flugzeug-Wachmann Bill Marks im Actionthriller „Non Stop“ ankämpfen - und dann auch noch in einer ganz und gar widrigen Situation. Am Mittwoch war er in der OP-Vorpremiere zu sehen.

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Bill Marks (Liam Neeson) versucht das Leben der 200 Passagiere im Flugzeug zu retten.Foto: StudioCanal

Quelle: Myles Aronowitz

Marburg. Auch der routinierteste Cop gerät mal unter Druck, das gehört zum Job. Aber was, wenn die Stresssituation immer dramatischer wird? Wenn ein Mensch nach dem anderen ermordet wird und der Täter in greifbarer Nähe sitzt - aber einfach nicht zu fassen ist? Diese Grenzerfahrung macht der Air Marshal Bill Marks alias Liam Neeson im Film „Non Stop“. In dem Drama um eine Flugzeug-Entführung geraten nicht nur die Crew und alle Passagiere unter Verdacht, sondern auch der Wachmann selbst.

Auf einem Non-Stop-Flug nach London hackt sich ein Krimineller in den gesicherten Chat des Wachpersonals und droht damit, alle 20 Minuten einen der Menschen an Bord zu töten. Die Forderung des Erpressers beläuft sich auf 150 Millionen Dollar. Fieberhaft versucht Marks, den Verbrecher zu entlarven. Nicht nur der Mörder setzt Marks zu, sondern auch die Passagiere, die bald jedes Vertrauen in ihn verlieren. Schnell sieht er sich nur noch Feinden gegenüber.

Der katalanische Regisseur Jaume Collet-Serra überreizt die Mittel des Psychothrillers, indem er die abgeschottete Situation an Bord des Fliegers ausnutzt. Collet-Serra legt es darauf an, die Menschen in der Maschine so großem Stress wie nur irgend möglich auszusetzen. Das gilt besonders für seinen Protagonisten.

Air Marshal Marks steht unter immensem Druck. Denn von außen kann er keine Hilfe erwarten; die Entführung beginnt über dem Atlantik. Die Zeitnot wächst, als die ersten Passagiere ermordet werden. Zudem findet er sich bald in einer emotionalen Zwangslage wieder, weil Medien über den Verdacht des FBI berichten - und auf diese Weise alle an Bord davon erfahren -, dass er selber das Flugzeug entführt. Die Situation entgleist ihm.

Liam Neeson ringt in der Rolle des gebrochenen Helden Bill Marks um Fassung. Marks‘ Martyrium spielt sich zunächst vornehmlich im Gesicht des irischstämmigen US-Schauspielers ab. Die Panik des Cops zeigt sich in seinen Augen und in seiner Mimik, die in jedem Moment zu explodieren droht. Brillant.

Collet-Serra inszeniert den Kampf des Cops in actionreichen Szenenfolgen, die auch dem Publikum keine Zeit zum Durchatmen lassen. „Non Stop“ ist ein außergewöhnlich guter Flugzeugthriller, der das Genre geschickt variiert und darüber hinaus Kritik an der Sicherheitsmanie des Polizeiapparats übt.

von Franziska Bossy

Meinungen von OP-Vorpremieren-Besuchern:

„Sehr spannender Film mit gut konstruierter Story.“Ruben Picard (20) aus Marburg

„Super. Hat sich gelohnt, ihn anzuschauen.“Stefan Schindelmann aus Marburg

„,Non Stop‘ hält, was der Titel verspricht: Spannung und Action ohne Unterbrechung.“Matthias Dalwig (42) aus Lahntal

„Liam Neeson wie wir ihn kennen und lieben. Absolut sehenswert.“

Jeanette Dalwig (29) aus Lahntal

„Grandios gespielt.“

Frank Zimmermann (33) aus Marburg

„Sehr empfehlenswert. Spannend, überraschend.“Christine Burg aus Gießen

„Ein echte Liam Neeson. Fast so gut wie 96 Stunden.“Andreas Graumann aus Marburg

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