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„Katerfrühstück“ feiert Einstand

Neue Reihe im KFZ gestartet „Katerfrühstück“ feiert Einstand

Es ist Sonntagnachmittag. Im KFZ sitzen etwa 30 Menschen an mit Kerzen dekorierten Tischen und knabbern an den Leckereien, die das KFZ großzügig verteilt hat. „Und – wer ist hier alles richtig schön verkatert?“, fragt Moderator Marvin Ruppert. Tatsächlich melden sich zögernd einige Zuhörer und erzählen auf Nachfrage vollkommen unbefangen, was ihnen diesen Kater verschafft hat.

Marburg. „Katerfrühstück“ – so heißt eine neue Reihe im KFZ, die am Sonntag seinen Einstand feierte. Wobei von „feiern“ kaum die Rede sein kann, denn das Katerfrühstück ist wohl eher dazu da, den Partys den Rücken zuzukehren und das Wochenende entspannt ausklingen zu lassen.

Den Anfang machte Marvin Ruppert, der amüsante Geschichten aus eigener Feder und Ausschnitte aus Büchern vortrug. Er sollte zwischen den musikalischen Darbietungen für Auflockerung sorgen – ein Job, den er mit Bravour meisterte.

Als erste Band traten „Simon & Jan“ auf die Bühne. Die gewitzten, aber teils auch gesellschaftskritischen Texte brachten die Zuhörer mal laut zum Lachen, mal zum Nachdenken.

Als besonders amüsant entpuppte sich die mit einem Zitat aus dem bekannten „Türkischen Marsch“ verzierte Hommage an Wolfgang Amadeus Mozart, in der der kleine Mozart mit seinem Vater ficht, weil er eigentlich viel lieber Gitarre als Klavier spielen möchte.

Der Marburger Songwriter Daniel Vagant vertrat die erkrante Gruppe „Der Katze und die Hund“. Er präsentierte Songs mit deutschen und englischen Texten, bevor der von der Fachpresse als „Johnny Cash aus Freiburg“ titulierte Nicolas Sturm mit seinem Ein-Mann-Klingenensemble die Bühne enterte. Mit Ausdruck und Gefühl in der Stimme und originellen Texten wurde Sturm seinen Vorschuss-Lorbeeren mehr als gerecht

Entspannter als im KFZ hätte man seinem Kater wohl kaum entgegenwirken können – auch wenn das Programm mit etwa vier Stunden etwas zu lang ausfiel.

von Christian Brück

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