Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Regen

Navigation:
Kammerorchester bringt Kirchenschiff zum Klingen

Junge Philharmonie und Marion Clausen Kammerorchester bringt Kirchenschiff zum Klingen

Durch gleich zwei einer heiligen Frau gewidmeten Werke führte am Samstag das Kammerorchester der Jungen Marburger Philharmonie unter der Leitung von Hans-Jürgen Richter sein Publikum in der Elisabethkirche.

Voriger Artikel
Feinsinn und musikantisches Feuer
Nächster Artikel
Einblick in die Seele eines Monsters

Die Sopranistin Marion Clausen unterstützte die Junge Marburger Philharmonie in der Elisabethkirche.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Das erste Stück des Abends war das Salve Regina von Franz Schubert (1797 – 1828). Dieses Stück ist ein Abendgruß an die Mutter Gottes, sein Titel bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt „Sei gegrüßt, o Königin“.

Von den sechs Variationen, die Schubert 1819 davon komponierte, wurde die in A-Dur für Sopran und Orchester gewählt. Ihr ruhiger Charakter korrespondierte gut mit der ähnlich ruhigen Vertonung des Salve Regina von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847), welche an dritter Stelle gespielt wurde. Die Koloraturen in Mendelssohns Komposition von 1824 bedürfen einer virtuosen Sängerin, die in der Marburger Sopranistin Marion Clausen gefunden wurde.

Als Zweites folgte die dritte Suite der Antiche danze ed arie per liuto (Alte Tänze und Arien für Laute), die Ottorino Respighi (1879 – 1936) zwischen 1916 und 1931 komponierte. Das für Streichorchester arrangierte Werk ist in vier Abschnitte unterteilt.

Allen gemein ist eine sehnsüchtige, fast wehmütige Stimmung, die nur partiell durch schnelle Tonfolgen oder Arpeggien durchbrochen wird. Mit den eingängigen Melodien brachte das Kammerorchester das Kirchenschiff zum Klingen.

Mendelssohns Salve Regina erinnert an Mozarts Arien und leitete so den gelungenen Abschluss des Konzertes ein: Die Sinfonie Nr. 21 in A-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791). Sie wurde 1772 komponiert und war das älteste, aber auch heiterste Stück des Abends.

Das Kammerorchester, nun unterstützt von Flöten und Hörnern, bot eine gelungene, fast tänzerische Interpretation dar. Das begeisterte Publikum wurde mit diesem beschwingten Eindruck entlassen, da der letzte Teil des vierten Satzes als Zugabe wiederholt wurde.

von Helene Mönkemeyer

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr