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Blick richtet sich auf italienisches Kino

Kamerapreis für Luca Bigazzi Blick richtet sich auf italienisches Kino

„Brot und Tulpen“ ist der hierzulande wohl bekannteste Film, den der italienische Kameramann Luca Bigazzi fotografiert hat. Sein vielfältiges Werk wird mit dem Marburger Kamerapreis gewürdigt.

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Der italienische Kameramann Luca Bigazzi kommt am Wochenende nach Marburg, um den 17. Marburger Kamerapreis entgegenzunehmen.

Quelle: Privatarchiv Bigazzi

Marburg. Der 1950 in Mailand geborene Kameramann ist der erste Italiener, der mit dem Marburger Kamerapreises ausgezeichnet wird. Eigentlich unglaublich, wenn man bedenkt, dass das italienische Kino viele Jahrzehnte lang prägend war in Europa: 14 Oscars, 12 Goldene Palmen, 11 Goldene Löwen und 7 Goldene Bären gingen an italienische Produktionen.

Inzwischen ist es ziemlich ruhig geworden um den italienischen Film. Wenn nun Luca Bigazzi geehrt wird, ist dies auch ein Signal, den Blick wieder stärker auf das italienische Kino zu richten, das lange von Regisseuren wie Federico Fellini, Pier Paolo Pasolini oder Bernardo Bertolucci geprägt wurde und Weltstars wie Sophie Loren, Claudia Cardinale oder im Italo-Western Clint Eastwood hervorbrachte.

Luca Bigazzi sei „längst selbst zu einem prägenden Akteur der italienischen und europäischen Filmgeschichte geworden“, betont die Jury. Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach ergänzt: „Er steht für ein europäisches Kino, das aktuelle gesellschaftliche und politische Themen aufgreift und setzt damit die Herausforderungen ins Bild, die unseren Kontinent derzeit bewegen.“

Der mit 5000 Euro dotierte Kamerapreis wird am Samstag um 20 Uhr in der Alten Aula überreicht. Die Laudatio hält der italienische Regisseur Silvio Soldini, mit dem Bigazzi unter anderem den Film „Brot und Tulpen“ (1999) gemacht hat. Soldinis Laudatio wird übersetzt.

Eingebettet ist die Preisverleihung in die Bild-Kunst-Kamera­gespräche, die Freitag und Samstag in den Filmkunsttheatern am Steinweg stattfinden.

von Uwe Badouin

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Kamerapreis für Luca Bigazzi
Kamerapreisträger Luca Bigazzi am Set der Sorrentino-Fernsehserie „The Young Pope“. Foto: Gianni Fiorito

Ganz im Zeichen des italienischen Kinos steht an diesem Wochenende die Verleihung des „Marburger Kamerapreises“ an Luca Bigazzi.

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