Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
KFZ-Besucher trotzen dem Wetter

Summer in the City KFZ-Besucher trotzen dem Wetter

Dann halt Gummistiefel statt Flip-Flops, Hauptsache, die Stimmung passt: Dem Wetter zum Trotz hatte das KFZ bei seinem Sommerfest die Hütte beziehungsweise den Tiefhof voll.

Voriger Artikel
Eine Zentaurin geht auf Reisen
Nächster Artikel
Berührend: Roman über Einwanderer

Vor und im KFZ war am Samstag viel los. Das Foto zeigt einen Blick von "draußen" nach "drinnen", wo die Band „TRyKKA“ auf der Bühne steht.
Foto: Schwarzwäller

Marburg. „Umsonst und drinnen und draußen“ ist alljährlich das Motto beim KFZ-Sommerfest „Summer in the City“. Das „Draußen“ machte dem Team tags zuvor noch ordentlich Sorgen, als es aus Kübeln goss. „Wir hätten lieber das Wetter von übermorgen gehabt“, sagte KFZ-Geschäftsführer Gero Braach. „Wir hatten echt Angst, es kommen nur 30 oder 40 Leute.“ Aber die Marburger haben sich einmal mehr als hartgesotten erwiesen und ebenso zahlreich wie ordentlich gefeiert.

Schon am Nachmittag zum Auftritt des Comedy-Theater-Duos „The Suits“ waren die Stufen des Tiefhofs gut gefüllt, und jede Menge Kinder rannten bestens gelaunt in Regenjacken und Gummistiefeln durch den Springbrunnen vor dem Erwin-Piscator-Haus. Im „Kinder-Club“ sorgten Anna Zimmer mit ihrer Schminkstation und die kreativen Angebote der „KunstWerkStatt“ für Begeisterung bei den kleinen Gästen. Und ein kleiner Flohmarkt kam trotz der Witterung ebenfalls zustande.

Für die Musik war am Nachmittag DJ Selecta M zuständig. Um 18 Uhr startete ein „Marburger Abend spezial“ - zur Sicherheit im Innern des KFZ: Beatboxer BeatFlitz und Rapper Morizzle traten gemeinsam auf, aus den „Jungs mit den swingenden Gitarren“ Marco und Felix wurde krankheitsbedingt ein Junge, und die Hispano-Fusion-Band „Yerba Colorá“ bildete den Abschluss.

Das Abendprogramm eröffnete die Göttinger Band „TRyKKA“. Ein „düsterfröhliches“ Ganzes nennen die fünf aus Göttingen das, was sie mit Akkordeon, Geige, Kontrabass, Gitarre, Percussion und ihren Stimmen auf die Bühnen und auf die Straßen bringen, auf denen sie spielen. Kritische deutsche Texte treffen auf Polka, Punk, Chanson und Klezmer, und dass „Tanzbarkeit“ das entscheidende Stichwort ist, stellte das Marburger Publikum unter Beweis.

Für die Band „Bye Beneco“ war das KFZ-Sommerfest der letzte Auftritt nach fünf Wochen in Europa - und um den wurde quasi bis zur letzten Minute gebangt.Der Band aus Südafrika waren bei ihrer Anreise mit der Bahn Instrumente abhanden bekommen, die dann aber gerade noch rechtzeitig wieder auftauchten.

„Klingt wie Traumschiff auf Droge?“, lautete der erste augenzwinkernde Kommentar einer Zuhörerin über die Musik der Südafrikaner. „Eclectic dream pop“ nennt man es korrekt, und die wilde Stilmischung passte wunderbar ins KFZ. Wem nach Tanzen und möglichst lauter Musik war, positionierte sich im Saal vor der Bühne, und wer lieber ein Getränk genießen und mit anderen Gästen schwätzen wollte, der konnte das vor den geöffneten Saaltüren im Tiefhof tun.

„Die Location ist wirklich perfekt für so was“, war immer wieder zu hören. Letztes Jahr hatte das Sommerfest des KFZ seine Premiere in den neuen Räumen in der Biegenstraße gefeiert, und auch in diesem Jahr genossen die Gäste wieder die Nähe des „Drinnen“ und „Draußen“.

Nach den Bands legte noch DJ Le Pink auf, und auch wenn es keine laue Sommernacht war, wurde sie lang. Wie es sich gehört für den „Summer in the City“.

von Nadja Schwarzwäller

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr