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Jussi Adler-Olsen stürmt Bestsellerlisten

OP-Buchtipps: „Verheißung“ Jussi Adler-Olsen stürmt Bestsellerlisten

Millionenfach wurden die ersten fünf Bände aus der Carl-Mørck-Reihe verkauft, jetzt legt Krimi- Autor Jussi Adler-Olsen nach. In Mørcks sechstem Fall hängt die Leiche eines jungen Mädchens in einer Baumkrone.

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Der dänische Bestseller-Autor Jussi Adler-Olsen hat einen neuen Falls seines „Sonderdezernats Q“ um Kommissar Carl Mørck geschrieben.

Quelle: Arne Dedert

Krimi-Fans in aller Welt haben diesem Moment entgegengefiebert: Der dänische Krimi-Star Jussi Adler-Olsen hat ein neues Buch aus seiner berühmten Carl-Mørck-Reihe auf den Markt gebracht. „Verheißung“ heißt der sechste Fall für den kauzigen Kommissar und sein „Sonderdezernat Q“, das für ungeklärte und längst zu den Akten gelegte alte Fälle zuständig ist.

Dieses Mal geht es um einen ganz besonders merkwürdigen und 17 Jahre zurückliegenden Fall. Damals hing die Leiche des jungen Mädchens Alberte kopfüber in einer Baumkrone. Ein Unfall mit Fahrerflucht, urteilten die Ermittler einst – obwohl so einiges dagegen sprach.

Schon der Weg, wie Mørck an den Fall kommt, ist ebenso verworren und aufsehenerregend: Ein Kollege kurz vor dem Ruhestand ruft ihn an, bittet ihn um Hilfe – und schießt sich einen Tag später bei seiner Abschiedsfeier vor versammelter Mannschaft in den Kopf.

Krimi mit Komik

Er soll nicht der letzte Tote in dieser aus mehreren Perspektiven erzählten Geschichte bleiben. Das Haus des toten Kollegen ist voll von Material zu dem Fall Alberte. Sein Leben scheint aus nichts anderem mehr bestanden zu haben.  Und die Spuren führen zu einer mehr als dubiosen Sekte, dem „Zentrum zur Transzendentalen Vereinigung von Mensch und Natur“, das seinen Mitgliedern den Himmel verspricht, ihnen auf der Erde aber vor allem das Geld aus der Tasche zieht.

Doch ein Mørck-Krimi wäre kein Mørck-Krimi, wenn es alleine um die Ermittlungen ginge. Liebevoll wie immer widmet sich Adler-Olsen (64) seinen Figuren. Er erzählt davon, dass Mørck seine große Liebe Mona auch nach drei Jahren nicht vergessen kann, und zeigt, dass seine Assistenten Assad und Rose es in ihrem bisherigen Leben deutlich schwerer hatten als ihr missmutiger Chef.

Bei all dem Düsteren, das der Tod eines jungen Mädchens und der Selbstmord eines Kollegen zwangsläufig mit sich bringen, kommt auch die Komik nicht zu kurz. Eine Gratwanderung, die gelingt. Sie ist Adler-Olsens große Kunst. Für den Witz ist – wie auch in den bisherigen Bänden meistens – Mørcks Assistent Assad zuständig, der so seine Schwierigkeiten mit der dänischen Sprache hat und „er hat eine Katze“ sagt, wenn sein Chef mal wieder zu viel getrunken hat und er eigentlich „Kater“ meint.

Adler-Olsen gewann europäischen Krimipreis

„Verheißung“ dürfte nicht der letzte Fall für Mørck gewesen sein. Nach „Erbarmen“, „Schändung“, „Erlösung“, „Verachtung“, „Erwartung“ und jetzt eben „Verheißung“ soll es weitergehen. Insgesamt plant der Autor zehn Bände. „Viele Krimi-Autoren schreiben Fortsetzungen mit den immer gleichen Ermittlern, aber die Geschichte entwickelt sich nicht“, sagte Adler-Olsen einmal im Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Meine Bücher kann man dagegen als zehn Kapitel eines einzigen Buches verstehen.“

Für Adler-Olsen ist die Buchreihe ein Mega-Erfolg, der ihm auch den mit 11 111 Euro dotierten europäischen Krimipreis „Ripper Award“ einbrachte. Rund 10 000 Krimifans aus 14 Ländern hatten beim Krimifestival „Mord am Hellweg“ für ihn abgestimmt. Adler-Olsen verwies damit Krimi-Größe wie die Briten Simon Beckett und Ian Rankin sowie den Schweden Arne Dahl auf die Plätze.

Adler-Olsen befindet sich in guter Gesellschaft. Die bisherigen Träger des alle zwei Jahre verliehenen Preises waren Henning Mankell (2009), Hakan Nesser (2011) und die französische Autorin Fred Vargas (2013). Sein neuer Roman „Verheißung“ stürmte übrigens prompt an die Spitze der Spiegel-Bestsellerliste.

  • Jussi Adler-Olsen: „Verheißung. Der Grenzenlose. Der sechste Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q“, 592 Seiten, Deutscher Taschenbuch Verlag, 19,90 Euro.

von Britta Schultejans

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