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Junges Theater erobert die große Bühne

Theater Junges Theater erobert die große Bühne

Zum ersten Mal hat der Theaterjugendclub des Hessischen Landestheaters die große Bühne in der Marburger Stadthalle bespielt. Bei der Premiere von „Romeo und Julia“ zeigten die jungen Darsteller, dass sie dazu durchaus in der Lage sind.

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In einer Szene führen die jungen darsteller einen „Fight Dance" auf, im Vordergrund liegt der „sterbende" Mercutio.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Der Shakespeare, den die Mitglieder des Theaterjugendclubs unter der Regie von Frank Hietzschold auf die Bühne bringen, ist ein sehr junger, aktueller. Wie die tragische Liebesgeschichte um die Kinder aus zwei verfeindeten Familien ausgeht, weiß jeder, doch der Blick, den Hietzschold und seine Schauspieler auf das Stück werfen, ist ein ganz unverbrauchter.

Es hat etwas sehr Überzeugendes, wenn diese noch sehr jungen Menschen in die Rollen der jungen Leute aus Verona schlüpfen. Deren Perspektivlosigkeit und Aggressivität angesichts der in Stein gemeißelten Fehde zwischen den Familien vermögen sie ganz direkt darzustellen. Angesiedelt ist die Handlung irgendwo außerhalb der Geschichte, ob man mit Schwert oder Pistole aufeinander losgeht, ist unwichtig. Das Taumeln zwischen Party und Überdruss aber ist sehr konkret im Heute angesiedelt.

Dieses „Romeo und Julia“ bewegt sich zwischen diesen beiden Polen, dem gefühlvollen Überschwang und der bitteren Wut. Das überwiegend junge Publikum in der voll besetzten Marburger Stadthalle feierte die Inszenierung mit viel Applaus und Jubel.

Die nächste Aufführung von „Romeo und Julia“ gibt es am Freitag, 8., und Samstag, 9. April, jeweils ab 19.30 Uhr in der Stadthalle in Marburg.

von Heike Döhn

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