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Junge Talente faszinieren mit vielseitigem Programm

Preisträger von „Jugend musiziert“ in der Elisabethkirche Junge Talente faszinieren mit vielseitigem Programm

Die Elisabethkirche in Marburg bot am Samstag den ehrwürdigen Rahmen für das Preisträgerkonzert des 52. Landeswettbewerbs „Jugend musiziert“. Hessens junge musikalische Könner musizierten auf beeindruckend hohem Niveau.

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Hochkonzentriert präsentierte sich der junge Pianist Eike Röder dem Publikum in der Elisabethkirche.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Festlich eröffnete Niklas Jahn (Neuhof) das Konzert an der berühmten Klais-Orgel. Die Gitarristin Paulina Monno (Haiger) präsentierte differenziert und selbstbewusst zwei Sätze aus dem Divertimento von Francois de Fossa. Wunderbar klar mit schnellen Läufen spielten Malte Matthey und Eike Rödel auf Blockflöte und Klavier und dann wurde es mit dem ­Krimi von Agnes Dowarth richtig spannend:

Eulenhaftes Geheul, laute Schreie und mit Tischtennisbällen zum Klingen gebrachte Flügelsaiten vertonten den spannenden Beitrag. Felix Hörter (Bad Homburg) mit Violine und Aneta Kolar (Eschborn) am Klavier spielten mit zarten, gefühlvollen, sachlichen und markanten Klängen Igor Strawinski.

Ein Höhepunkt des Abends war die junge Klarinettistin Anna Matzen (Wetzlar). Intensiv, musikalisch und mit ausdifferenzierter Dynamik erzeugte die zwölfjährige Musikerin tiefe Emotionen bei den Zuhörern. Bengt Ole Bergh zeigte in dem Rondo ungarese von Carl Maria von Weber die beschwingten und beinahe witzigen Möglichkeiten seines Fagotts.

Gefühlvolle Klavier- und große Posaunenklänge

In der Kategorie Zupfinstrumente vertrat Jonas Matt das Instrument Mandoline. Kraftvoll begann er seinen Beitrag von Raffaele Calace, zart und perlend wurde die Musik und endete beherzt. Sehr geeignet erwies sich die Akustik des hohen Kirchenraums für die Querflöte von Ronja Macholdt (Dreieich). Sie schickte ihre Töne durch die Kirche auf die Reise.

Jeanin Yung (Frankfurt) und Aneta Kolar (Eschborn) zeigten vierhändig am Klavier gefühlvolles sowie bewegliches Zusammenspiel, arbeiteten Themen gut hörbar heraus. Tänzerische Ball-Atmosphäre erzeugten sie in der Dolly-Suite von Fauré. Christian Traute (Allendorf) gestaltete mit seiner Posaune große Linien in der Sonate von Stjepan Sulek, zeigte dichte Übergänge, chromatische Läufe und hier sorgte das hohe Kirchenschiff für einen Echoeffekt.

In seiner Begrüßung stellte der Landesausschussvorsitzende „Jugend musiziert“, Peter Schreiber, den Wettbewerb vor. Er wird vom hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst finanziert und von der Sparkassen-Finanzgruppe gefördert. Träger ist der Landesmusikrat Hessen.

von unseren Redakteuren

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