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Jubel für Orchester und Feuerwerk

3 Tage Marburg - Klassik am Freitag Jubel für Orchester und Feuerwerk

Das Geräusch von umfallenden Regenschirmen hörte man Freitagabend überall. Doch rechtzeitig zum Fassbieranstich hörte der Regen auf und die vielen Besucher konnten das Programm in vollen Zügen genießen.

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Impressionen vom Freitagabend: Die Junge Marburger Philharmonie (oben), Poco Piu (links) und die VFL Big Band Marburg.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Auch wenn der Freitagabend bei 3 Tage Marburg traditionell als „Klassikabend“ gilt, war diese Musik nicht unbedingt tonangebend. Auf der Marktplatzbühne ging es mit ruhigem „Acoustic Art Pop“ der Band Cous Cous los, danach präsentierte der Gospelchor „Joy of Life“ unter der Leitung von Jean Kleeb Duke Ellingtons großartiges „Sacred Concert“. Zum Schluss sorgte die VfL Big Band für Stimmung beim dichten Gedränge auf dem Marktplatz.

Auch oben im Schlosspark ging es musikalisch bunt zu. Allerdings mussten manche Bands noch auf Besucher warten. Die Jazz-Formation „Daniel Schulz Trio“ hätte vor nur sehr wenigen Zuschauern gespielt, berichteten Rüdiger und Wastl von der Kunstschmiede Horn und vermuteten, dass am Wetter liege. „Von ein paar Regentropfen lassen wir uns nicht verschrecken“, entgegnete eine Gruppe aus Westfalen, die extra für das Stadtfest angereist war. Nach dem Programm am Marktplatz, hatten sie sich die beiden Konzerte der Marburger Musikschule in der Lutherischen Pfarrkirche angehört. „Das kleine Mädchen mit der Geige war klasse“, waren sie sich einig. Obwohl beide Konzerte nicht im Programm geführt waren, war die Kirche gut gefüllt.

Der Freitagabend gehört traditionell der Klassik: Auf dem marktplatz und am Schloss lauschten tausende Menschen Bläsern, Trommlern und Orchestern. Höhepunkt war das Höhenfeuerwerk um 23 Uhr. (Fotos: Nadine Weigel, Miriam Prüßner)

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Das Highlight war wie jedes Jahr das große Klassik-Konzert auf der Volksbank-Freilichtbühne. „Ich weiß, dass es heute Klassik gibt, deswegen bin ich hier“, erzählte Sabine Gräf, die wie viele andere erst spät in den Schlosspark gekommen war. Die Junge Marburger Philharmonie spielte dort das gleiche Programm wie vor zwei Wochen in der Lutherischen Pfarrkirche. Erst im Laufe des Konzertes füllten sich auch die Randplätze. Nach einer kleinen Pause setzte dann um 23 Uhr zum letzten Satz von Dvoraks 8. Sinfonie das Feuerwerk ein, das zum Finale des Satzes ein fulminantes Ende feierte. Das Publikum bedankte sich mit kräftigem Applaus und viel Jubel.

Auf der benachbarten Montevideobühne spielte währenddessen das „Trio Santiago“ südamerikanische und mediterrane Musik.

Auch wenn sich die Musiker der Jungen Marburger Philharmonie auch dieses Jahr von den Nebengeräuschen durchaus gestört fühlten, war dies bei Weitem nicht so schlimm wie der Balkan-Pop im vergangenen Jahr. Ein störungsfreier Genuss des immer wieder fabelhaften klassischen Programms wäre sicher schön, doch die Mischung der verschiedenen Musikrichtungen gehört zu 3 TM einfach dazu.

Südamerikanische Rhythmen gab es am Freitag sehr oft zu hören. Auf der Parkbühne beendete „Kassadondo“, die seit 25 Jahren eigene Arrangements nach südamerikanischen Traditionen schreiben und spielen, den Abend. Und nach dem Feuerwerk schien der 3TM-Auftaktabend weder im Schlosspark noch auf dem Marktplatz noch lange nicht zu Ende zu sein.

von Mareike Bader

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