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Jede Menge Kunst zum „ansehen“

Ausstellung in Hessischer Schraubenfabrik Jede Menge Kunst zum „ansehen“

Am Freitagabend, 6. November, wird um 
18 Uhr in der Hessischen Schraubenfabrik in der Stephan-Niederehe-Straße die Ausstellung „ansehen“ eröffnet. Zu sehen sind rund 70 Arbeiten von 14 Künstlerinnen und Künstlern.

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Kunst trifft Schrauben: Sergej Fuchs (von links), die Geschäftsführerin der HSf, Alexandra Schmidt, Gerhard Dippel, Ingolf Anschütz, Manfred Doering und Elisabeth Sabo stellten am Donnerstag die Ausstellung „ansehen“ vor.

Quelle: Uwe Badouin

Marburg. Es kommt sicher nicht oft vor, dass eine klassische Fabrik ihre Räume während der laufenden Produktion für Kunst öffnet. Die Hessische Schraubenfabrik (HSf) stellt einen Flur im Verwaltungstrakt und einen unmittelbar an die Fabrikation angrenzenden Gebäudeteil zum zweiten Mal nach 2013 für eine Ausstellung der Künstlervereinigung Marburg-Biedenkopf (KüV) zur Verfügung.

Alexandra Schmidt, geschäftsführende Gesellschafterin der HSf, betont: „Wir alle, auch Unternehmen, sollten etwas tun für die Gesellschaft. Ich enga­
giere mich für Kunst.“ Und Kunst mache Spaß, ergänzt sie. So sind bis zum 28. November Gemälde, Fotoarbeiten, Skulpturen, Plastiken und Objekte aus Holz, Glas, Metall und Keramik neben Kisten voller „kopfloser Schrauben“ zu sehen. Letztere sind die Spezialität der HSf.

An der Ausstellung beteiligen sich Annegrete Henke-Reinarz, 
deren Sohn Anno Mathias Henke, Dieter Alamaras, Elisabeth Sabo, Gesine Kruckenberg, Ingolf Anschütz, Ingrid Kaftan, Lisa Kreuziger, Manfred 
Doe­ring, Michael Feldpausch, 
Sabine Göpfert, Sergej Fuchs 
sowie Gerhard Dippel und Jan Luke, die sich erst seit kurzem der KüV angeschlossen haben.

Ausnahmsweise gab es diesmal kein Thema

Sie präsentieren eine sehr abwechslungsreiche Ausstellung mit Arbeiten in unterschiedlichsten Stilen: Großformatige, farbenprächtige Gemälde sind ebenso zu sehen wie stille, kleine Zeichnungen, strenge Plastiken neben spielerischen Skulpturen, durch Mehrfachbelichtung geradezu malerisch wirkende Fotografien neben abstrakter oder expressionistischer Malerei.

Normalerweise stellt die KüV ihre Gruppenausstellungen unter einem festen Thema vor, auf das sich die Künstlerinnen und Künstler in ihren Arbeiten beziehen müssen. Diesmal war kein Thema vorgegeben, es geht ausschließlich um Kunst „ansehen“. Die erste Ausstellung der KüV in der HSf vor zwei Jahren war ein großer Erfolg. „Allein zur Vernissage kamen damals 150 Besucher“, erinnert sich Gastgeberin Alexandra Schmidt.

In diesem Jahr gibt es gleich mehrere Besonderheiten. Um den Ablauf während der Produktion nicht allzu sehr zu beeinträchtigen, ist jeden Tag ein „diensthabender Künstler vor Ort“, der Interessenten durch die Ausstellung führt, sagt der Maler Sergej Fuchs.

Am Samstag um 15 Uhr ist 
zudem eine Kindervernissage geplant. Zuvor können dort Kinder oder Enkel von Mitarbeitern der HSf Litfasssäulen künstlerisch gestalten. Die Ausstellung endet am 28. November mit einer Versteigerung. Der Kunstfreund und ehemalige Arbeitsgerichtsdirektor Hans-Gottlieb Rühle, mittler­weile ein gefragter Auktionator, bringt ab 17 Uhr jeweils drei Arbeiten der teilnehmenden Künstler unter den Hammer.

  • Die Ausstellung ist bis 28. November geöffnet, montags bis freitags von 13 bis 16 Uhr.

von Uwe Badouin

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