Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Jazzchor peppt deutsche Klassiker auf

„hessen vokal“ Jazzchor peppt deutsche Klassiker auf

Mit einem bunten Potpourri von Weihnachtsliedern unterhielt der Jazz- und Popchor „hessen vokal“ am Samstag 160 Zuhörer in der Pauluskirche.

Voriger Artikel
Vom Tollpatsch zum Helden
Nächster Artikel
Ein Stück Marburger Zeitgeschichte

Der Jazz- und Popchor „hessen vokal“ gab unter der Leitung von Uwe Henkhaus in der Pauluskirche sein traditionelles Adventskonzert.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Die 22 Sänger eröffneten das Konzert mit dem Bach-Choral „Zion hört die Wächter singen“. Dazu begleitete wie bereits in den vergangenen Jahren Hartmut Reyl am Klavier den Chor mit leicht jazzig angehauchten Spiel.

Unter der Leitung von Uwe Henkhaus sang der Jazz- und Popchor „hessen vokal“ neben bekannten deutschen und amerikanischen Liedern auch ältere Weihnachtslieder aus England oder dem Baskenland. Besonders schön war das baskische „Ator“, das eine wunderbare weihnachtliche Stimmung verbreitete und ein wenig an das Wiegenlied „Heidschi Bumbeidschi“ erinnerte.

Insbesondere die deutschen Adventslieder wie „Josef, lieber Josef mein“ klangen durch die modernen Arrangements sehr stimmungsvoll. Bei „Maria durch ein Dornwald ging“ im Arrangement von Uwe Henkhaus begann der Bass atmosphärisch brummend, während der Sopran wunderschön hell mit der Melodie einsetzte und sich alle Stimmen dann mit einem crescendo gesungenen „Kyrie eleison“ trafen.

Die Klangfarbe des Chores war dabei trotz der wie so oft dünn besetzten Männerstimmen sehr vielschichtig mit schöner Tiefe. Natürlich durften auch die amerikanischen Klassiker wie „Sleigh Ride“ oder das in Amerika sehr populäre „Have Yourself a Merry Little Christmas“, das Judy Garland im Film „Meet Me in St. Louis“ gesungen hat, nicht fehlen. Anders als die deutschen Lieder, klangen die amerikanischen, von denen es zahlreiche und schwungvolle Versionen gibt, in der „hessen vokal“-Interpretation etwas zu getragen und weniger frisch.

Höfer sing ihr Hasslied mit

Wie üblich beim Adventskonzert von „hessen vokal“ wechselten sich verschiedene Sänger mit der Moderation ab und gaben dabei Einsicht in persönliche Gedanken rund um die Weihnachtsmusik. Bianca Höfer, die in „Ich steh an deiner Krippen hier“ ein Solo hatte, sorgte mit ihrer Ehrlichkeit für Erheiterung im Publikum. „Süßer die Glocken nie klingen“ sei für sie ein persönliches Hasslied, sagte sie und beschwichtigte: „Ich sing es aber trotzdem mit“.

Auch „Gloria in excelsis deo“ gehörte nicht zu ihren Favoriten, „weil viele Chöre das nicht so gut hinkriegen“. Für die ehrliche Moderation erntete sie Applaus vom Publikum. Und die Interpretationen des Jazzchores überwanden, wie von ihr erhofft, das ein oder andere „Weihnachtstrauma“ mit tollen Arrangements und spannenden Harmonien. Das Publikum war begeistert und bedankte sich mit kräftigem Applaus.

Als Zugabe sangen die Sänger und Sängerinnen „Happy Meal“, das augenzwinkernd die Futterei an Weihnachten kommentiert. „Man sitzt nur friedlich da und kaut um die Wette“, heißt es. Mit „White Christmas“ wurde dann wieder zu „richtiger“ Weihnachtsmusik zurückgefunden und wer den Heimweg Richtung Lahnberge antrat durfte sich sogar über einzelne Schneeflocken freuen.

von Mareike Bader

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr