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Jazz bei tropischen Temperaturen

Studierenden-Big-Band Jazz bei tropischen Temperaturen

It‘s Jazz, Baby! Diesem Ruf folgten am Donnerstagabend viele Jazzliebhaber ins KFZ. Dort groovte die Studierenden-Big-Band Marburg zu einem ihrer alljährlichen Konzerte und stellte eine Auswahl an Klassikern vor.

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Die Musikerinnen und Musiker der Studierenden-Big-Band können trotz Sauna-Atmosphäre und eines anstrengenden Programms vor vollem Haus im KFZ noch lachen.

Quelle: Lisa-Martina Klein

Marburg. Los ging es mit zwei waschechten Urgesteinen der goldenen Swing-Ära. Mit „Hay Burner“, bekannt geworden durch Count Basie und seine Band, sowie „Take the A Train“ von Duke Ellington wurde dem Publikum ordentlich eingeheizt.

Dies stellte sich als gar nicht so einfach heraus, da die Temperatur schon vor Beginn des Konzerts im prallgefüllten KFZ an tropische Zustände erinnerte. Dennoch wurde begeistert getanzt und mitgeswingt, was auch Tabea Reinelt würdigte, die den Abend moderierte und das Publikum auch mal sich selbst applaudieren ließ, dafür, dass es durchhielt.

Angesichts der Sauna-Atmosphäre zu gehen, stand für die vielen Fans der Band jedoch zu keinem Zeitpunkt zur Debatte. Dafür war die Energie, die die Band unter ihrem neuen Bandleader Dirk Kunz verbreitete, einfach zu groß. Nicht nur beim Song „Computer“ von Bob Mintzer spürte man, dass das Arrangement äußerst sauber ausgearbeitet war und die Einsätze der 18 Bläserinnen und Bläser immer präzise auf den Punkt kamen. Ein wahrer Genuss! Leider konnte diese Energie bei etwas langsameren Klassikern wie „Fly me to the moon“ nicht ganz auf das Publikum übertragen werden, was dem Abend aber keinen Abbruch tat, da die tanzwütigen Zuhörer mit „Armando’s Rhumba“ in die Pause geschickt wurden. Nach der „Abkühlung“ vor dem KFZ ging es drinnen mit „My funny Valentine“ und „Mas que nada“ weiter; ein Wechselbad der Jazzgefühle.

Nach dem letzten Song „Bei mir bist du schejn“ folgte eine Zugabe, die vom ansonsten sehr gesten- und mimikreichen Dirk Kunz mit den Worten zur Band angekündigt wurde: „Jetzt ist Zeit, zu eskalieren.“ Und das taten die Musiker. Der eigentlich Trompete spielende Philipp Meine investierte letzte Kraftreserven und sang zur großen Freude des Publikums tanzend ins Mikrophon.

Mit viel Swing, Latin, Funk und Jazzstandards war das Konzert ein äußerst gelungener Streifzug durch die Facetten der Big Band Musik.

von Immanuel de Gilde

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