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„Irgendwann werden sie kommen“

Weltuntergangsmythos „Irgendwann werden sie kommen“

Lohnt es sich noch, Weihnachtsgeschenke zu kaufen oder geht am 21. Dezember die Welt unter? Die OP sprach mit Erich von Däniken, dem Experten für Übernatürliches, über den Maya-Kalender.

Marburg. Seit mehr als 40 Jahren beschäftigt sich der Schweizer Erich von Däniken mit dem Einfluss, den Außerirdische angeblich auf das Leben auf der Erde haben. Und mit den Maya. Er hat die Kalender des Volkes studiert und beruhigt: Die Welt geht nicht unter. Aber wir sollten uns auf das Eintreffen fremder Wesen vorbereiten, meint der Alien-Experte.

OP: Herr von Däniken, was werden Sie am 21. Dezember tun?

Erich von Däniken: Ich halte einen Vortrag. Das ist schon fest eingeplant. Das heißt natürlich, dass ich nicht an den Weltuntergang glaube.

OP: Wir müssen also nichts befürchten?

Däniken: Nein. Ich kenne den Maya-Kalender sehr gut. Der kürzeste bestand aus 260 Tagen. Das hat in Bezug auf die Erde natürlich wenig Sinn, weil diese sich innerhalb von 365 Tagen dreht. Aber es gibt drei Kalender, die wie Zahnräder ineinandergreifen. Die Maya glaubten, dass demnach alle 52 Jahre ihre Götter zurück auf die Erde herabsteigen. Setzt man das fort, so kommt man irgendwann auf den 21. Dezember 2012.

OP: Das heißt, wir müssen uns auf Besuch einstellen?

Däniken: So ungefähr. Ich komme gerade aus Mexiko und war vor der Pyramide der Maya. Wenn man davor steht, dann sieht man, dass die Sonne, wenn sie am höchsten steht, ein Band aus Licht und Schatten auf die Treppen wirft. In diesem Licht- und Schattenspiel sieht man buchstäblich, wie der Maya-Gott Kukulkan die Treppen hinabsteigt auf die Erde. Nach Maya-Überlieferung soll am 21. Dezember ein Gott kommen. Nur auf das Datum ist überhaupt kein Verlass. Denn das ganze System wurde umgerechnet auf den christlichen Kalender. Da entstanden so viele Lücken, dass wir einen Spielraum haben von 30 Jahren.

OP: Sie forschen darüber, wie außerirdisches Leben unser Leben auf der Erde beeinflusst haben soll. Spielt da dieses Datum auch eine Rolle? Sind die Götter etwa Außerirdische?

Däniken: Ja. Ich bin überzeugt, dass vor vielen, vielen Jahrtausenden Außerirdische auf der Erde landeten. Nur unsere Vorfahren hatten noch keine Ahnung von Technologie. Sie begriffen gar nicht, was sich da abspielte und sie meinten irrtümlicher Weise, dass diese Außerirdischen Götter seien. Wir alle wissen aber, es gibt überhaupt keine Götter. Das ändert allerdings nichts daran, dass es so überliefert ist. Wenn Sie antike Historiker lesen, so reden die alle von Göttern, die den Menschen die Sprache, das Schreiben beigebracht hätten. Es gibt alte Bücher, wie zum Beispiel die Bibel, da beschreibt Hesekiel, dass er sieht, wie die Wolken sich auftun und aus den Wolken fährt ein Fahrzeug. Er hört sogar das Getöse. Meine Meinung ist, dass das alles Blödsinn ist, dass Hesekiel eine Vision vom lieben Gott gehabt haben soll. Der liebe Gott fährt nicht auf einem Wagen herum.

OP: Sie glauben also, dass die Götter der Maya Außerirdische waren, die jetzt zurückkommen?

Däniken: Irgendwann werden sie kommen. Das ist ziemlich einfach erklärt. Denn als die spanischen Eroberer nach Zentralamerika kamen, glaubten die Eingeborenen, der Spanier sei der längst erwartete Gott. Die haben also schon auf jemanden gewartet. Wir Christen warten auf die Wiederkunft von Jesus, die große jüdische Gemeinschaft wartet seit fünftausend Jahren auf die Wiederkunft ihres Messias. Ich sage: Irgendwann taucht da tatsächlich jemand auf. Aber es wird weder Jesus, noch ein Messias sein, sondern schlicht und einfach Außerirdische. Denn als die sich verabschiedet haben vor Tausenden von Jahren, da haben sie einigen Menschen gesagt, dass sie wiederkommen.

OP: Müssen wir uns jetzt statt vor dem Weltuntergang vor Außerirdischen fürchten?

Däniken: Nein, denn in der Vergangenheit waren die sogenannten Götter oder Außerirdischen immer gute Lehrmeister. Sie haben nie im Weltall herumgeballert mit Laserkanonen und so weiter. Das waren immer hilfreiche Lehrmeister. Und irgendwann tauchen sie wieder auf. Da freue ich mich drauf.

von Nora Lysk

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