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Leichte Sprache in der Kultur

Kulturforum Leichte Sprache in der Kultur

Beim 42. Marburger Kulturforum diskutierten die Teilnehmer in Anwesenheit des Oberbürgermeisters und Kulturdezernenten Dr. Thomas Spies über Verbesserungsmöglichkeiten im Kulturbereich.

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Kulturschaffende diskutierten im Kulturforum mit Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies über neue Pläne für die Marburger Kulturszene.

Quelle: Luisa Göhler

Marburg. Zwei zentrale Themen, die die Marburger Kulturszene in der näheren Zukunft beschäftigen werden, standen auf der Tagesordnung im gut gefüllten Saal des Marburger Bauamtes: leichte Sprache und das sogenannte Gender-Budgeting.

Referentinnen vom Behindertenbeirat erläuterten den Teilnehmern aus der Marburger Kulturszene die Schwierigkeiten, mit denen Behinderte­ in Bezug auf Kultur konfrontiert sind und brachten Verbesserungsvorschläge ein. So sollen beispielsweise exemplarische Bilder auf Flyern auch Menschen, die nicht lesen können, einen Zugang zu kulturellen Veranstaltungen bieten. Außerdem könnte jeweils eine Programmheftseite Texte in leichter Sprache beinhalten.

Einen Leitfaden für leichte Sprache könne man kostenlos bei der Lebenshilfe anfordern. Außerdem biete die Organisation eine kostenpflichtige Prüfung für Texte in leichter Sprache an.

Die Kulturschaffenden diskutierten daraufhin über eine mögliche zentrale Plattform, die es Behinderten ermöglichen könnte, sich zielgerichtet über das Kulturprogramm der Stadt zu informieren. Weitere Umsetzungsideen sollen auf dem nächsten Kulturforum besprochen werden.

Viele Kulturanbieter kritisieren Fragebogen

Ein rege diskutierter Punkt auf der Tagesordnung war dann das Gender-Budgeting. Hierbei geht es um die Erfassung der Geschlechterverteilung in der Kultur – sowohl im Personalbereich der verschiedenen Projekte und Veranstalter als auch bei den Künstlern und dem Publikum. Das Gender-Budgeting-Projekt soll erst mal eine Datengrundlage für eine informierte Diskussion schaffen, die letztlich dazu führen soll, dass die Gelder fairer verteilt werden.

Im Plenum wurde das Projekt aufgrund der Untersuchungskriterien kritisiert. Vor allem der Fragebogen wurde von vielen Kulturanbietern als nicht zielführend bezeichnet, weil die ausgewählten Kriterien nicht auf sie zuträfen.

Zum Ende des Forums stellte Museumsdirektor Dr. Christoph Otterbeck das Marburger Kunstmuseum in der Biegenstraße vor. Das seit November 2011 wegen einer umfangreichen Sanierung geschlossene Museum soll zur Nacht der Kunst im Juni 2018 wieder eröffnet werden. Otterbeck beschrieb das Museum als Ort der ästhetischen Erfahrung, die für jeden Menschen funktionieren könne. Das Museum habe deshalb auch ­
eine Kreativwerkstatt und eine Inklusions-AG installiert.

von Luisa Göhler

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