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In den Fängen einer feindlichen Bürokratie

"Der Prozess"-Premiere In den Fängen einer feindlichen Bürokratie

Am Freitagfabend hat "Der Prozess" nach dem gleichnamigen Roman von Franz Kafka um 19.30 Uhr im Theater am Schwanhof Premiere. Es ist das Regie-Debüt für Philip Lütgenau.

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Merkwürdige Gestalten bevölkern in „Der Prozess“ die Bühne: Das Bild zeigt eine Szene mit Lisa-Marie Gerl (von links), Maximilian Heckmann, Thomas Huth und Victoria Schmidt.Foto: Schäfer

Quelle: Andreas Maria Schäfer

Marburg. Franz Kafka (1883 - 1924) ist etwas gelungen, was bislang keinem anderen Schriftsteller vergönnt ist: Nach ihm ist ein Adjektiv benannt. Kafkaesk - also bedrohlich, unheimlich, absurd - ist auch sein Romanfragment „Der Prozess“, das gegen seinen Willen 1925 ein Jahr nach seinem Tod veröffentlicht wurde.

Josef K. fühlt sich verfolgt. Überall sind diese Menschen, die sich als Angehörige eines Gerichts entpuppen. Eines Tages wird er verhaftet, verhört, entlassen, wieder vorgeladen. Er weiß nicht warum. K. verfängt sich im Dschungel einer unerbittlichen, kalten und feindlichen Bürokratie.

Den Roman bearbeitet und inszeniert hat Philip Lütgenau. „Der Prozess“ ist sein Regie-­Debüt. Lütgenau, 1988 in Hamburg geboren, hat in Marburg Germanistik und Geschichte auf Lehramt studiert. Erste Theatererfahrungen hat er im Theaterlabor des Hessischen Landestheaters gesammelt. Seit der Spielzeit 2016/17 ist er Regieassistent am Landestheater.

Für die Ausstattung zeichnet Yuqiao Wu verantwortlich, für die Musik Michael Lohmann. Dramaturg ist Matthias Döpke. Es spielen Lisa-Marie Gerl, Maximilian Heckmann, Thomas Huth, Camil Morariu und Victoria Schmidt.

Intendant Matthias Faltz gibt in seiner letzten Spielzeit in Marburg allen Regieassistenten des Theaters die Chance, eine Produktion auf die Bühne zu bringen. Jonas Schneider hat Shakespeares „Julius Caesar“ inszeniert und Twyla Zuschneid arbeitet gerade an „Das hündische Herz“ nach einer Erzählung von Michail Bulgakow.

von Uwe Badouin

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