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In Ehren ergraute Kampfmaschine

Kino: „Terminator: Genisys“ In Ehren ergraute Kampfmaschine

„Ich komme wieder“, versprach Arnold Schwarzenegger als „Terminator“ schon 1984. Nun schlüpft der Hollywoodstar mal wieder in seine berühmte Rolle. Und austeilen kann er mit 67 Jahren noch 
immer.

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Charmanter Egoist und nettes Gespenst

Fast unkaputtbar: Einem T-800-Roboter können auch Flammen wenig anhaben.

Quelle: Paramount.

Gut 30 Jahre ist es her, dass Arnold Schwarzenegger als muskelbepackte Kampfmaschine das Kino eroberte: Als „Terminator“ kämpfte sich der ehemalige Bodybuilder aus Österreich durch das Science-Fiction-Spektakel – und schaffte so den Durchbruch als internationaler Filmstar.

Vor allem aber setzte das Werk von Ausnahmeregisseur James Cameron Maßstäbe im Science-Fiction-Genre und entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Kultfilme. „Ich komme wieder“ versprach Schwarzenegger schon damals als Terminator und tatsächlich folgt nun bereits Teil fünf. In „Terminator: Genisys“ ist Schwarzenegger zwar nicht mehr der Jüngste, zulangen kann er aber immer noch – und er kokettiert ironisch mit dem Alter.

Los geht es im Jahr 2029, als Roboter-Maschinen längst die Menschheit unterworfen haben und über die Welt herrschen. Der charismatische John Connor aber probt mit anderen Rebellen erfolgreich den Aufstand und will die Vormacht der Maschinen brechen.

Zeitebenen verwirren

Die Roboter jedoch haben längst einen Killer – den Terminator – in die Vergangenheit geschickt, um zu verhindern, dass Connor überhaupt geboren wird. Seine Mutter ist also in größter Gefahr, und deswegen reist der junge Kämpfer Kyle ins Jahr 1984, um die Frau zu retten. Doch da ist nichts wie erwartet.

Wenn dann noch eine weitere Zeitebene dazukommt, verlieren viele Zuschauer irgendwann den Überblick darüber, was wann wo genau passiert. Aber wirklich wichtig ist das auch nicht, um der Geschichte folgen zu können. Stattdessen sorgen gerade diese verschiedenen Zeitebenen für die originellsten Momente: Wenn etwa Kyle seinem Alter Ego im Kindesalter gegenübersteht oder der erwachsene Connor seine noch nicht einmal schwangere Mutter begrüßt.

Vor allem aber ist es das Zusammentreffen der verschiedenen Schwarzenegger-Figuren, das für einiges Augenreiben sorgt. Schließlich hatte der „Terminator“ im ersten Film noch den Auftrag zu töten. Seitdem aber ist er auf die Seite der Guten geschwenkt – und deswegen löscht der gealterte Terminator kurzerhand sein böses, jüngeres und deutlich muskulöseres Ich aus.

Ein bisschen fehlt die Wucht an Action

Eingefleischte „Terminator“-Fans werden bei dem Kampf der Menschen gegen die Maschinen ihre Freude haben. Immerhin werden nicht nur Ereignisse und Figuren früherer Filme zitiert und wiederbelebt, sondern auch Fragen erörtert, die sich viele schon lange gestellt haben: Was wäre etwa, wenn die Geschichte 1984 einen ganz anderen Ausgang genommen hätte?

Dabei kommt die Action natürlich nicht zu kurz. Doch während andere Hollywood-Neuauflagen wie kürzlich „Mad Max: Fury Road“ mit bombastischer Action und atemberaubenden Stunts imponieren, fehlt diesem „Terminator“ die Wucht, die die Wiederauflage des Kultklassikers verdient hätte.

Die Spannung in dem ansonsten eher durchschnittlich unterhaltsamen Werk baut sich daher vor allem wegen des übermächtigen Gegners auf, gespielt von Jason Clarke. Kugeln können ihm nichts anhaben, sie gleiten nur durch ihn hindurch. Stattdessen nimmt er immer neue Formen und Gestalten an – der Kampf gegen einen so unkaputtbaren Bösewicht gestaltet sich erwartungsgemäß ziemlich kompliziert.

von Aliki Nassoufis

 

Terminator:
 Genisys erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-Premiere im Cineplex das Prädikat: sehenswert mit der Note 3,0 (Bestnote ist 4,0)

Zuschauermeinungen:
„Top.“
Steffen Sänger (30) aus Steffenberg

„Besser als 3 und 4 zusammen, stinkt aber gegen die ersten beiden Teile stark ab.“
Fabian Wieczorek aus Marburg

„Arnold Schwarzenegger steht auch mit ,hohem Alter‘ für knallharte Action. Dieser Film wäre der bessere, würdigere Teil 3 gewesen.“
Sebastian Trinkl aus Oberwalgern

„Man muss das nicht alles verstehen, kann man sich aber trotzdem ansehen – schon wegenen Arnie.“
Jörg Rinke aus Marburg

„Ganz gut – überraschenderweise. Kommt aber nicht an den besten ran: Teil 1.“
Florian Willig aus Marburg

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Christian Weber aus Biedenkopf, Jakob Link aus Stadtallendorf, Jörg Rinke, Matthias Bossek und Fabian Wieczorek (alle aus Marburg). Die Karten werden zugeschickt.

Die OP-Hitparade:
1. Still Alice (3,74)
2. American Sniper (3,73)
3. Tribute von Panem – Mockingjay (3,49)
26. Terminator: Genisys (3,0)

 
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