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Im Zauberreich der Schatten

Show in Stadtallendorf Im Zauberreich der Schatten

Von der geheimnisvollen Welt der Schatten ließen sich in der Stadtallendorfer Stadthalle rund 400 am Ende begeisterte Zuschauer bei der Show „Amazing Shadows“ verzaubern.

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Mit beeindruckenden Schatten-Bildern faszinierten die Tänzerinnen und Tänzer des
Ensembles „Catapult“ ihr Publikum.Foto: Alfons Wieber

Stadtallendorf. Ausden USA kommen die acht Akteure vom Ensemble „Catapult“. Gemeinsam mit ihrem Team touren sie seit geraumer Zeit durch Deutschland und andere europäische Länder. Auch in Stadtallendorf nahmen sie die Gäste mit auf eine Reise in ein eher buntes als dunkles Schattenreich. Bei der 8. Auflage von „America got talent“ hatten sie seinerzeit gesiegt und begeistern seitdem zehntausende von Zuschauern mit ihrer Show.

Ein visuelles Ereignis der Extraklasse mit Licht und Schatten, Leichtigkeit und Poesie kündigte der Sprecher am Beginn an. In der bestens durchdachten Show sorgten hervorragende Künstler, Tänzer und Akrobaten dafür, dass Musik und Handlung wunderbar zueinander passten.

Bei einer virtuellen Reise durch das Jahr mit Vogelgezwitscher und zum Klang von Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ schmolz zum Auftakt auf der Leinwandprojektion der Schnee. Dazu sprossen Schattentulpen, plantschten Schattenentchen und verwandelte sich eine Raupe in einen Schmetterling. Hubschrauber, Walfische, ein Omnibus und Elefanten sowie die zehnarmige indische Göttin Kali erschienen überlebensgroß als von Menschen gebildete Schattenrisse auf der Bühne. Das Ensemble faszinierte die Zuschauer mit immer neuen, hervorragenden phantastischen Bildern.

Poesie ließ die Schattentänze der Künstler noch gefühlvoller wirken. Ob Tiere, übergroße Menschen, beeindruckende Maschinen, der Eiffelturm oder die Silhouette einer ganzen Stadt - die Schattentänzer begeisterten die Zuschauer mit ihren wahrlich akrobatischen Leistungen. Die von bunten Lichtreflexen untermalten Schatten ließen die Zuschauer oft staunen. Immer wieder gab es Szenenapplaus.

Von der Wiedervereinigungin den Wilden Westen

Eigens für die Deutschland-Tournee hatte das 2008 gegründete Ensemble die Wiedervereinigung nachgestellt. Als Schattenspiel ließen die fünf Tänzerinnen und die drei Tänzer das ehemals geteilte Deutschland mit den schrecklichen Ereignissen an der Grenze und der Berliner Mauer Revue passieren.

Bei einer Reise in den amerikanischen wilden Westen erlebten die Zuschauer Cowboys und Indianer, Büffel und Bisons, die durch die Prärie streifen.

Dabei spielte sich der schweißtreibende Teil der Show hinter einer meist farbig angestrahlten Leinwand ab. Was dort zu sehen war, wirkte allerdings leicht und geradezu schwerelos.

Mit einem kaum enden wollenden Applaus, Trampeln, Pfiffen und Bravo-Rufen feierten die begeisterten Zuschauer am Ende die rund zweistündige Show und ließen die Akteure erst nach mehreren Zugaben von der Bühne ziehen.

von Alfons Wieber

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