Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Regen

Navigation:
Idyllische Landschaftsmalerei mit Gegenwartsbezug

Idyllische Landschaftsmalerei mit Gegenwartsbezug

Unter dem Titel „möchte bleiben und verweilen – der romantische Blick in der Landschaftsmalerei“ ist seit Freitag im Marburger Haus der Romantik eine Ausstellung von Ulrich Harder zu sehen.

Voriger Artikel
„Cinderella“ verzaubert Publikum
Nächster Artikel
Cinderella – „Unterhaltsam, einfach wunderbar“

Ulrich Harder steht neben seinem Gemälde „Landschaft mit Kuh“.

Quelle: Immanuel de Gilde

Marburg. Das Genre könnte für den Ausstellungsort passender nicht sein. Gerade in der als Romantik bezeichneten kunstgeschichtlichen Epoche erfolgte eine Aufwertung des Genres der Landschaftsmalerei, der nun eine emotionale Bindung zum Betrachter zugeschrieben wurde.

Das verspürte auch der zwölfjährige Ulrich Harder, der als Schüler eine Ausstellung Caspar David Friedrichs besuchte und seitdem diese Bindung empfindet.

Die fotorealistischen Gemälde Harders, die in der Ausstellung zu sehen sind, spielen mit dieser emotionalen Tradition des Genres. Der Betrachter kommt über die einem Foto ähnliche, exakte Malweise zum Bild und daraufhin zu dessen Inhalt.

Doch im Vergleich zu romantischen Gemälden wird dieser Blick stellenweise durch Gegenwartsbezüge gebrochen. Kondensstreifen am Himmel oder Beton in der Landschaft erinnern an den Menschen in diesen ansonsten menschenleeren Idyllen. Diese Feinheiten, welche zum Beispiel in dem Ölgemälde „Das Rohr“ deutlich werden, lassen die Bilder über den Kontext eines bloßen Fotos oder eines simplen Nachahmens eines romantischen Gemäldes hinauswachsen.

Sabine Harder, Kuratoriumsvorsitzende des Hauses der Romantik und Ehefrau von Ulrich Harder, verwies in ihrer Einführung auf eben diese Qualität der Gemälde, die größtenteils Landschaften aus dem hessischen und mitteldeutschen Raum zeigen. So lädt die Ausstellung des Otto-Ubbelohde-Preisträgers Ulrich Harder tatsächlich zum Verweilen in Landschaften einer fast vergessenen Zeit ein.

  • Die Ausstellung ist bis zum 1. November im Marburger Haus der Romantik zu sehen; geöffnet Dienstag bis Sonntag 11 bis 13 und 14 bis 17 Uhr.

von Immanuel de Gilde

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr