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Idee aus Marburg macht Furore

Kulturloge Idee aus Marburg macht Furore

Seit einem Jahr gibt es die Kulturloge Marburg. Sie will Menschen mit wenig Geld den Zugang zu Kulturveranstaltungen ermöglichen. Die Idee ist so gut, dass sie überall in Deutschland Nachahmer findet.

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Franziska Wagner (von links), Dagmar Pfeil und die Vorsitzende Hilde Rektorschek stehen vor dem Eingang zum Büro der Kulturloge Marburg am Marktplatz.

Quelle: Uwe Badouin

Marburg. 1 . 720 Karten für Kulturveranstaltungen hat die Kulturloge Marburg im ersten Jahr ihres Bestehens vermittelt. 450 Erwachsene und 230 Kinder haben sich inzwischen bei der Kulturloge angemeldet, sind mit ihren Daten und kulturellen Vorlieben in der vom IAD eigens und kostenlos für die Kulturloge erstellten Datenbank erfasst.

42 Veranstalter bieten in Marburg inzwischen regelmäßig kostenlos Karten für Menschen an, die sich Kulturveranstaltungen sonst nicht leisten könnten. Die Marburger Kinobetriebe sind ebenso dabei wie das Hessische Landestheater, Konzertvereine und -veranstalter und die soziokulturellen Zentren.

Die Idee hatte die damalige Kulturredakteurin der Oberhessischen Presse, Christiane Krauskopf. Sie hat zuerst Hilde Rektorschek und die Redaktion begeistert. Heute sitzen zwei Vertreter der OP im Vorstand der Kulturloge: Chefredakteur Christoph Linne und Franziska Wagner, Leiterin der Marketingabteilung der OP. Die OP stellt dem Verein auch kostenlos Räume im Herzen der Stadt zur Verfügung – die ehemaligen Redaktionsräume am Markt.

Inzwischen hat sich die Idee der Kulturloge in ganz Deutschland herumgesprochen: In Essen hat der Ex-Präsident der Marburger Philipps-Universität, Professor Volker Nienhaus, eine Kulturloge nach Marburger Vorbild initiiert. In Hamburg und Berlin gibt es Kulturlogen, in Gießen wurde am Wochenende eine weitere gegründet, in Herborn steht die Gründung unmittelbar bevor. Und in Düsseldorf, Freiburg, München, Bremen, Köln, Celle, Lübeck, Wetzlar und Bad Hersfeld stehen Kulturlogen in den Startblöcken.

von Uwe Badouin

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