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„Ich bin happy, 
vom Glück geküsst“

Andreas Steinhöfel bei OP-Vorpremiere „Ich bin happy, 
vom Glück geküsst“

Andreas Steinhöfel ist einer der erfolgreichsten deutschen Kinder- und 
Jugendbuchautoren. Am Mittwoch las er im Cineplex aus „Die Mitte der Welt“. Danach war bei „Final Cut“ der Film zu sehen.

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Geduldig signierte Andreas Steinhöfel nach der Veranstaltung im Cineplex Bücher.

Quelle: Uwe Badouin

Marburg. Für Andreas Steinhöfel läuft es derzeit richtig gut. „Die Mitte der Welt“, 1998 erschienen, ist bereits das fünfte Buch des 54-Jährigen, das verfilmt wurde – nach „Paul Vier und die Schröders“ und seiner großartigen „Rico und Oscar“-Trilogie. Seine 20 Bücher verkaufen sich großartig, er wird mit Preisen überhäuft, hat den Deutschen Jugendliteraturpreis zweimal erhalten. Viel mehr geht nicht.

Bei dem Marburger Kinder- und Jugendfilmfestival „Final Cut“ war „Die Mitte der Welt“ vier Wochen vor dem Bundesstart zu sehen – die Zuschauer waren begeistert von dem stillen Film von Jakob M. Erwa über eine homosexuelle Jugendliebe, über Pubertät, Eifersucht und eine Familie, die nicht mehr funktioniert. Und von dem unprätentiösen Autor.

„Ich hatte Bammel vor dem Rohschnitt des Films“, sagte Steinhöfel nach der Vorstellung im Gespräch mit der OP. Zum fertigen Film meint er: „Ich bin happy, vom Glück geküsst.“ Wäre er Regisseur gewesen, hätte er die Familiengeschichte ins Zentrum gerückt. Regisseur Erwa aber habe sich für die Liebesgeschichte zwischen Phil und Nicholas entscheiden, und das funktioniere im Film sehr gut. Es sei ohnehin besser, wenn ein Autor sich bei Verfilmungen zurückhalte.

Andreas Steinhöfel ist in Biedenkopf aufgewachsen, hat dort sein Abi gemacht, in Marburg studiert. Nach gut 20 Jahren in Berlin kehrte er vor einigen Jahren in seine Heimatstadt Biedenkopf zurück, wo er sich wieder sehr wohl fühle.

In der ruhigen Kleinstadt tüftelt er an neuen Projekten. Gemeinsam mit Klaus Döring hat er die in Biedenkopf ansässige Filmproduktionsfirma SAD Origami gegründet. Demnächst kommen die ersten „Rico und Oscar“-Trickfilme des Unternehmens in die „Sendung mit der Maus“. Bei den dazugehörigen Comics arbeitet er mit seinem Bruder Dirk, einem renommierten Grafiker, zusammen.

„Das erste Produktionsjahr war die Hölle“, sagt Steinhöfel. Doch längst sind weitere Projekte geplant – wie etwa ein Filmprojekt über die Flüchtlingskrise aus Sicht von Kindern. Die Dreharbeiten sollen 2017 beginnen. Und er schreibt: Ein „Rico und Oscar“-Weihnachtsbuch soll 2017 erscheinen. Und im Winter bricht er auf ans Nordkap, um ein Bilderbuch über die Dunkelheit zu machen. „Ich brauche eigentlich Urlaub“, sagt Steinhöfel. Vorerst hofft er auf schöne Polarlichter. Das ist ja dann auch so etwas wie Urlaub.

von Uwe Badouin

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