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"Hungerspiele" gehen in die zweite Runde

Tribute von Panem - Catching Fire "Hungerspiele" gehen in die zweite Runde

Der zweite Teil der „Tribute von Panem“-Trilogie ist in den Kinos gestartet.. An den ersten Erfolgsfilm reicht die Fortsetzung aber trotz oscarprämierter Hauptdarstellerin nicht heran. Doch wird der Film ein Renner: Die OP-Vorpremiere sahen 920 Besucher.

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Katniss (Jennifer Lawrence) und Gale Hawthorne (Liam Hemsworth) laufen durch die Distrikte von Panem. Das gebeutelte Volk rebelliert.Foto: StudioCanal

Quelle: StudioCanal

Marburg. Der erste Teil wurde ein Riesen-Erfolg: Im vergangenen Jahr spielte die Verfilmung der Erfolgsgeschichte „Die Tribute von Panem - The Hunger Games“ weltweit fast 700 Millionen Euro ein. Zum Vergleich: Der erste Film der Vampir-Saga „Twilight“ blieb insgesamt unter 400 Millionen. Klar, dass direkt der zweite Teil her musste. Und der - mit dem Untertitel „Catching Fire“ - war Mittwochabend als OP-Vorpremiere zu sehen und ist gestern gestartet.

Weil es beim ersten Mal so gut geklappt hat, ändert sich an der Besetzung nichts Wesentliches: Woody Harrelson ist dabei als versoffener Mentor Haymitch, Donald Sutherland als eiskalter Präsident Snow, Lenny Kravitz als Modedesigner Cinna, Miley Cyrus‘ Ex-Verlobter Liam Hemsworth als schöner Gale und Josh Hutcherson als loyaler Peeta. Und über ihnen allen thront Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence („Silver Linings“) in der Hauptrolle als Katniss Everdeen.

Die ist gerade siegreich von den „Hungerspielen“ zurückgekehrt, diesen grauenvollen modernen Gladiatorenkämpfen, in denen Kinder und Jugendliche antreten und sich gegenseitig töten müssen. Gewonnen hat, wer als letzter noch lebt. Weil Katniss und ihr Freund Peeta dieses Regelwerk aber außer Kraft gesetzt haben und gemeinsam und lebend aus der Hölle zurückgekehrt sind, hat Präsident Snow sie ins Visier genommen.

Zum 75. Jahrestag der unmenschlichen und in der wohlhabenden Hauptstadt als buntes Spektakel gefeierten Spiele hat sich Spielleiter Plutarch Heavensbee (neu dabei: Philip Seymour Hoffman) etwas besonders Perfides einfallen lassen: Die Teilnehmer werden nicht, wie sonst üblich, aus dem relativ großen Kreis der Kinder und Jugendlichen aus den Distrikten eins bis zwölf ausgelost - sondern aus dem kleinen Kreis der Sieger, der Überlebenden. Will heißen: Katniss muss zurück in die Arena - und Peeta folgt ihr treu und ergeben.

Nebenbei bricht auch außerhalb dieses Höllendoms die Hölle los. Denn das Aufbegehren von Katniss und Peeta hat beim gebeutelten Volk in den Distrikten von Panem Hoffnung geweckt. Rebellion liegt in der Luft, eine Revolution.

Auch wenn die Geschichte so eine neue Ebene bekommt: Immer wieder schleichen sich bei der Fortsetzung Déjà-vu-Erlebnisse ein, an denen auch die tadellose Leistung des Schauspiel-Ensembles nicht viel ändern kann. Das liegt zum einen natürlich an der Buchvorlage, die die Geschichte von Band zwei sehr an den ersten Band anlehnt - zum anderen aber auch daran, dass der Film trotz seiner Länge Nebenstränge vernachlässigt.

Schließlich spielt auch die Liebe eine Rolle in den „Tributen von Panem“. Katniss Everdeen ist nicht nur eine starke Heldin, sie steht auch zwischen zwei schönen jungen Männern. Gale will sie, Peeta auch - nur was sie selbst will, das weiß die sonst so gradlinige junge Frau nicht. Ein bisschen Knutscherei hier, ein bisschen Kuscheln da. Was sich dabei in Katniss Kopf abspielt, bleibt ihre Sache. Schließlich haben Gefühle bei all der Kämpferei keinen Platz. Auch was in den einzelnen Distrikten passiert, spielt nur am Rande eine Rolle. Aber dafür gibt es ja noch Teil drei der Buchvorlage.

von Britta Schultejans

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