Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° Schneeregen

Navigation:
Hohe Stimmen fast wie beim Original

Musical Hohe Stimmen fast wie beim Original

Lange Haare und Schmusesound, hohe Stimmen und Discowelle: Das Musical „Massachusetts“ ließ die Bee Gees wieder auferstehen und machte 500 Fans gücklich.

Marburg. Sanfte, schmeichelnde Stimmen, eingängige Songs, fließender Klang - das war das Markenzeichen der echten Bee Gees. Und genau so hörten sich die Italian Bee Gees an, die in der Marburger Stadthalle spielten. Unglaublich, wie nah die Band an den Sound des Originals herankam.

Die drei Italian Bee Gees wirkten wie Kopien der legendären Gibb-Brüder. Die smarten Jungs, ebenfalls Brüder und allesamt tolle Sänger und Musiker, trugen Bärte und lange Haare, waren charmant und gut gelaunt - und machten einfach gute und mitreißende Musik.

Auch die „Kopien“ sind echte Brüder

Die 500 Fans feierten die Wiederauferstehung ihrer Lieblingsband ausgiebig und kannten bald kein Halten mehr: Alles johlte, sang und klatschte, nach kurzer Zeit war die Stimmung auf dem Höhepunkt und die betagte Stadthalle wurde zum wummernden Tanzboden.

Ein Ohrwurm folgte dem nächsten, Hit reihte sich an Hit. Gleichzeitig wurde ein Stück Musikgeschichte wieder lebendig: von „Spicks and Specks“ über „Massachusetts“ bis „Saturday Night fever“ und „Staying Alive“ war alles dabei.

Nach etwa einer halben Stunde tauchte dann ein echter Bee Gee auf. Der britische Keyboarder Blue Weaver hat sechs Jahre lang zusammen mit den Bee Gees gespielt. Der 65 Jahre alte Vollblut-Musiker wurde begeistert begrüßt und freute sich sichtlich über den herzlichen Empfang. „Ich bin froh, dass ich die Musik der Bee Gees weitertragen kann“, sagte der sympathische Mann. Er erwies sich als glänzender Musiker, der beherzt in die Tasten griff. Nebenbei erzählte er die ein oder andere Anekdote aus der Zeit zwischen 1975 und 1982, als er festes Bandmitglied der Bee Gees war.

Das Musical „Massachusetts“ erzählte die Geschichte der legendären Bee Gees nach: Die drei Brüder, die Zwillinge Robin und Maurice und der etwas ältere Barry Gibb, starteten ihre Karriere im Jahre 1967 und wurden in kürzester Zeit berühmt. Bald galten sie als die größte Konkurrenz der Beatles. Ende 1967 löste sich die Gruppe nach einem Streit auf, kam aber schon 1969 wieder zusammen.

Anfang der 1970er Jahre ließ der Erfolg der Popband vorübergehend nach, bereits 1975 gelang den Brüdern aber ein Comeback mit mehreren Disco-Hits. Mit dem Soundtrack zu dem Film „Saturday Night Fever“ landeten sie erneut eine ganze Reihe von Megahits und wurden endgültig zu Weltstars. Der Name Bee Gees ist übrigens ein Kürzel für „Brothers Gibb“.

Auch die Sänger der Italian Bee Gees machen schon seit ihrer Kindheit Musik.

Im Jahre 2000 begannen die drei Brüder die Songs ihrer Vorbilder zu interpretieren - mit großem Erfolg. Die Gruppe stand bereits in Italien, England, Frankreich, Holland und den USA auf der Bühne und hat seitdem mehr als 400 Live-Auftritte absolviert.

Von Bettina Preussner

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr