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Höllisches Vergnügen im Marburger Kunstverein

Karikaturen-Ausstellung Höllisches Vergnügen im Marburger Kunstverein

Schmunzeln, Kichern, Lachen – die 80 Besucher hatten offensichtlich ihren Spaß bei der Eröffnung der neuen Ausstellung am Freitagabend im Marburger Kunstverein.

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Am Rande der Vernissage zeichneten die Karikaturisten NEL (links) und Harm Bengen für den OP-Fotografen Selbstporträts an die Glasfassade des Kunstvereins.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Willkommen in der Hölle“ heißt die umfangreiche Schau, die Karikaturen, Comics und Cartoons von Nel (Ioan Cozacu) und Harm Bengen zeigt.

Die Eröffnungsrede hielt Martin Sonntag, Leiter der Caricatura-Galerie für komische Kunst in Kassel. Dort war die Schau im vergangenen Herbst mit großem Erfolg zu sehen. In seiner launigen Ansprache wies Sonntag darauf hin, dass beide Künstler „Ossis“ seien, einer stamme aus Osteuropa, der andere aus Ostfriesland. Was die beiden verbinde, sei ihr großer Erfolg. „Die beiden haben an der Weiterentwicklung der politischen Tageskarikatur mitgearbeitet.“

Besucher während der Ausstellungseröffnung in der Marburger Kunsthalle "Willkommen in der Hölle". Foto: Thorsten Richter (thr).

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Der mit zahlreichen Preisen geehrte Nel, dessen Karikaturen regelmäßig unter anderem in der Oberhessischen Presse erscheinen, habe ganz eigene Figuren und Farben entwickelt, fuhr der Redner fort. Über Jahre hinweg habe er das politische Geschehen auf der ganzen Welt kommentiert und stets auf hohem Niveau gearbeitet. Der Zeichner Harm Bengen wiederum habe einige Comic-Klassiker geschaffen, so den Ur-Ostfriesen „Ulfert“ und die erotische Figur „Sandra Bodyshelli“.

Die Schau im Kunstverein zeigt eine Fülle von Karikaturen der beiden Künstler. Ob Dioxinskandal oder Bankenkrise, Frauenquote oder sexueller Missbrauch in der Kirche, vor keinem Thema machen die Zeichner Halt. Ihre bitterbösen Kommentare zum politischen Tagesgeschehen treffen stets den Nagel auf den Kopf. Dabei scheint ein bisschen Zorn zum kreativen Schaffensprozess dazuzugehören. „Es muss grummeln im Bauch“, sagt der Zeichner Nel über seine Arbeit.

Die Ausstellung im Kunstverein ist bis zum 31. März zu folgenden Zeiten geöffnet: Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr, Mittwoch 11 bis 20 Uhr.

von Bettina Preussner

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