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Historiendrama mit Russell Crowe

Kinostart: „Das Versprechen eines Lebens“ Historiendrama mit Russell Crowe

Russell Crowe stellt in seiner ersten Regiearbeit unter Beweis, dass er sich auf beeindruckende Bilder versteht. Die Hauptrolle eines Vaters auf der Suche nach seinen im Krieg vermissten Söhnen füllt er gleich mit aus.

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„Man braucht Talent und Leidenschaft“

Joshua (Russell Crowe) stößt im australischen Outback auf Wasser. Doch seine Frau holt ihn zurück in die Realität: „Du kannst Wasser finden, aber nicht deine eigenen Kinder!“

Quelle: Universal

Marburg. Als „Gladiator“ feierte Russell Crowe seinen internationalen Durchbruch und gewann für seine Darstellung 2001 sogar einen Oscar. Nun wagte Crowe erstmals den Schritt hinter die Kamera und stellt mit dem opulenten Drama „Das Versprechen eines Lebens“ sein Regiedebüt vor. Auch hier kämpft der Protagonist gegen die Widrigkeiten des Lebens.

Ausgangspunkt und Hintergrund dieses Films ist die historische Schlacht auf der türkischen Halbinsel Gallipoli während des Ersten Weltkriegs. Crowe („A Beautiful Mind“) verkörpert in dem Drama einen traumatisierten Australier, der sich 1919, vier Jahre nach der Schlacht, daran macht, den Verbleib seiner drei in der Türkei verschollenen Söhne zu klären.

Bewegende Darstellung von Crowe

Arthur, Henry und Edward wurden bei Gallipoli als gefallen gemeldet, ihre Körper sind verschollen. Nach dem Selbstmord seiner Frau macht sich Joshua dann doch auf den Weg gen Konstantinopel. In der hübschen türkischen Witwe Ayshe (Olga Kurylenko; „James Bond 007: Ein Quantum Trost“) findet Joshua eine Verbündete.

Nur sehr langsam kommen sich Kurylenko und Crowe, die immerhin 15 Jahre voneinander trennen, in diesem Drama näher. Bewegend an Crowes Film sind ganz andere Dinge: Seine Darstellung eines trauernden Vaters, der auf leeren Schlachtfeldern nach Überresten seiner Kinder sucht, der endlich Gewissheit haben möchte, der nicht aufgibt.

„The Water Diviner“, so der Original-Titel, ist ein nachdenklicher und doch stets auf Unterhaltung bedachter Film. Als Regie-Debütant beweist Crowe ein Händchen für opulente Bilder, was freilich auch an der Leistung des gerade erst mit 59 Jahren gestorbenen Kameramanns Andrew Lesnie („Der Herr der Ringe“) liegt.

Der setzt auf eine betörende, wenn auch bisweilen zum Kitsch tendierende Farbpalette. Bei aller hübsch ausgeleuchteten, gleichsam hollywoodesken Melodramatik vergisst Crowe aber nie den ernsten Hintergrund seiner Story.

  • Der Film läuft im Cineplex.

von Matthias von Viereck

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